Erkenne ich Ausbruch z.B. nach großen Stress? Amisulprid reduziert

  • Hallo, kurze Info zu mir und meinen Verlauf: Ich hatte 2011 durch Drogen ausgelößt eine Psychose und bin nach großen Theater in die Klinik dachte aber das es eine Entzugsklinik ist wegen meines Drogenkonsums. Bin dann raus nach einigen Wochen mit Risperdal als erhaltungsdosis..Nach 1 Jahr wieder Drogen genommen und Zwangseinweisung durch fremdgefährdung. Kam raus mit Haldol + entsprechender Nebenwirkungen. Dann hatte ich einen Autounfall und kam in die Notaufnahme wo der Arzt nach Untersuchung Röntgen usw. meinte das ich einen seltsamen Eindruck mache und ob ich einverstanden wäre mal paar Tage in die geschlossene Abteilung zu gehen..irgendwie war ich einverstanden und der Arzt sagte mir am nächsten Tag das ich Psychotisch bin..kam dann raus nach 5 Wochen mit 400mg Amisulbrid das war 2012..dieses Jahr habe ich reduziert auf 225 mg Amisulbrid und merke keinen Unterschied.


    Jetzt meine Frage/n: Wenn ich gut auf mich achte und z.B. bei Stress oder Ereignissen wie einen Unfall in mich hinein höre kann ich dann einen drohenden Ausbruch Psychose erkennen? Ich würde mich dann gleich bei meiner Ärtin melden oder Notaufnahme gehen. Oder meint Ihr es ist besser in dem Fall eine höhere Dosis von Amisulbrid einnehmen wäre ausreichend? Ich habe gelesen das es aktuell bevorzugt wird ambulant zu behandeln gegenüber einer Einweisung. Ich habe bis jetzt 2 mal durch Drogenkonsum und einmal durch Schock einen Schub bekommen sonst nie..ich trinke ab und zu auch mal paar Bier ohne Rückfall. Ich habe halt Angst die Kontrolle zu verlieren und wollte wissen was Ihr meint ob ich das rechtzeitig merke? Meine Ärztin sagte das kommt von einer minute auf die andere und man ist im Wahn gefangen.

    Über Infos und Meinungen/Tipps wäre ich sehr dankbar!


    Mfg

  • Hallo,


    ich habe mehrere Psychseon in meinem Leben gehabt,habe also bißchen Erfahrung...

    Eine Psychose kann plötzlich,aber auch schleichend kommen,doch meine Erfahrung ist die,dass es sich schon vorher ankündigt.


    Frühwarnzeichen können zum Beispiel sein,wenn man immer weniger Schlaf braucht,oder auch der Apettit nachlässt und man anfängt,Dinge und Ereignisse sehr auf sich zu beziehen.

    Dann sollte man vorsichtig sein.


    Der Spruch "Viel hilft viel" ist nicht immer richtig,auch nicht bei Psychose-Erfahrung und Neuroleptikakonsum.

    Im Gegenteil:Kritische Psychiater raten heutzutage eher zu möglichst geringen Erhaltungsdosen,um die Nebenwirkungen der NL,die ja beträchtlich sein können,möglichst gering zu halten.


    Ich habe bei einem Körpergewicht von 88kg 4 Jahre lang Solian in einer Dosierung von 200mg gehabt und bin gut damit gefahren.

    Erst als ich zu schnell abgesetzt habe,bin ich in eine fette Entzugspsychose gerauscht...


    Neuroleptika also immer äußerst vorsichtig und besonnen reduzieren,um einen Reboundeffekt möglichst klein zu halten.


    Alles Gute,

    Nagarjuna

  • Hi Vadoine,

    Die Psychosen können da ganz unterschiedlich sein. Auch kommt es drauf an welches Medikament man im Ernstfall einnimmt damit es auch schnell genug wirkt.

    Selbst hatte ich Aripiprazol und weil es im Akutfall recht schnell wirkt da keine größeren Probleme, dafür hat es andere Nachteile.


    Man kann sich denke ich schon bisschen rantasten wenn man ein gutes Körpergespür hat und sich Zeit lässt also nix erzwingt, dann sollte das kein Problem sein, etwa im Ernstfall hochzudosieren etwa zur Anfangsdosis.


    Von Volkmar Aderhold gibt es eine Brochüre/ Studie wo man das nachlesen kann bis zu welcher Dosis etwa noch Wirkung da ist:


    Auf Seite 7

    http://www.dgsp-ev.de/fileadmi…nimal_12-2014.-Januar.pdf


    200mg sollten demnach noch funktionieren, ab einem Gewissen Punkt treten dann Wahngedanken langsam wieder auf, also das kommt schleichend aber sollte man schon mitbekommen, etwa wenn man sich irgendwo reinsteigert oder anderes.


    Gegen innere innere Unruhe, Negativsymptome und Suchtprobleme würde ich zusätzlich Bupropion empfehlen ein SNDRI Antiderpessivum das in Kombination mit dem Neuroleptikum recht gut funktionieren sollte, aber muss man probieren.. vielleicht bringt dir das ähnlich viel oder mehr.

    Bupropion + Neuroleptika-Bedarf Therapie