"Sowohl ... als auch" statt Schwarzweiß

  • Wir Betroffene neigen glaube ich oft dazu die Dinge zu einseitig zu sehen und in so Schwarz/Weiß Denkmuster die uns Medien etc. vorgeben, zu verfallen.


    Ich denke es kann oft helfen wenn man zweispurig fährt also auch eine gewisse Gespaltenheit von den Meinungen her zu akzeptieren, auch wenn diese in sich widersprüchlich erscheinen und man vielleicht bei Starken Widersprüchen Probleme hat oder sich geneigt ist festzulegen wenn man etwa überwertige Ideen entwickelt. Man kann ja einer Meinung sein, sollte aber auch genau das was man wegblendet begutachten, oft liegt so etwas wie Unwissen in einen vor da man die Situation oder Wahnhaftes kaum einschätzen kann und bevor man sich in etwas hinein stresst sollte man finde ich schon versuchen sich in die Situation des anderen zu versetzen und auch Dingen die einen weniger gut tun aus den Weg zu gehen.

    Es kann auch helfen einfach mal zu fragen wenn man etwas sich einbildet aber keine Objektiven Beweise hat, in der Psychose spinnt man sich da gerne etwas zusammen da der Verstand oder das Unterbewusste ein Spiel mit einen Spielen kann, indem es die Dinge wie einen Film zusammensetzt der erscheint als ob man im Recht liegt aber es doch am Ende eine Schwäche in der Argumentation gibt ähnlich wie bei einer Verschwörungstheorie, auch in den Medien oder bei Gesunden gibt es das also man kann in seinen Schwarz-Weiß denken auch bestätigt werden und dabei sollte man finde ich sehr vorsichtig sein, lieber erstmal Rat und andere Meinungen einholen.


    Kennt ihr das auch und wie überwindet ihr solche etwa paranoide Situationen oder Wahrnehmungstäuschungen?

  • Das bipolare Denken ist in uns verankert. Ist sogar ein Bestandteil der Wissenschaftskultur. Es kann mitunter schmerzlich sein, die eigenen Grenzen zu überschreiten und das "Sowohl als auch" anzuerkennen.

    Kennt ihr das auch und wie überwindet ihr solche etwa paranoide Situationen oder Wahrnehmungstäuschungen?

    Ja, zu Hauf. Ich versuche dann in mich zu gehen. Auf eine paranoide Wahrnehmung folgt bei mir immer ein depressiver Teilabschnitt. Und der setzt dann immer so eine produktive Kreativphase in Gang, in der ich mich hinterfrage. Also ich erkundige mich dann danach, warum ich überhaupt psychisch zu dem und dem tendiere - in der Hoffnung, die Dynamik in mir zu verstehen und mir gewisse Regulations- und Erkennungstechniken anzutrainieren.


    Außerdem hinterfrage ich, inwiefern ein Umfeld daran beteiligt sein kann, einen Einzelnen in etwas Krankhaftes zu treiben. Es ist ja so, dass die Eigendynamik und das psychosoziale Umfeld miteinander verwoben sind. Ich mache das alles, weil ich nicht akzeptiere, dass man nichts an seinem Zustand verändern kann.

  • Ja vielleicht gehen bei uns die Pole des Bipolaren einfach zu weit auseinander oder bilden kranke Wiedersprüche so das wir dazwischen stehen und uns für eine Seite entscheiden sollen, also wie wenn man die ein oder andere Partei gut finden soll aber beide scheiße sind...


    Also wenn man sich selbst als Mitte sieht und einer überwertigen Idee also etwas einseitigem verfallen ist, vielleicht gerade weil man sich in diesen sonnst unterbewusst stattfindenden realen Wahn hineindenkt und so in der Ich Perspektive das sich antut, wie man also selbst das sehen würde, vielleicht ist das ja auch der Drang nach so etwas wie zurück zu seiner Mitte zu finden, da sich das irgendwie doch verselbstständigt hat, vielleicht gerade weil man durch Medikamente und Erkrankung wesensverändert war und diese Probleme sich irgendwo auf das Umfeld Gesellschaft übertragen haben die Teil dieses geistigen Körpers sind.


    Die Psychose hält einen glaube ich an wieder zu sich selbst zurückzufinden, seinen inneren frieden den man so vielleicht vernachlässigt hat da man quasi dachte kaum etwas verändern zu können, aber vielleicht schon immer diese Rolle in der man sich erschreckend in der Psychose sieht eingenommen hat. Ich glaube jede wesentliche Veränderung findet dadurch statt das man sich selbst verändert und erstmal an sich arbeitet oder eben von dieser Bipolaren Meinung wieder zu einer vernünftigen Sichtweise die Beide Seiten gerecht vertritt zurückfindet. Also ich glaube man braucht auch ein gesundes Ego, da man lernen muss mit diesen erleben umzugehen und seine eigene Verantwortung die man erkrankungsbedingt vielleicht hat auch in einem gesunden Maße wahrzunehmen, also diese Probleme die für einen Wahn oder so ergeben kann man vielleicht auch nur selbst lösen indem man sich viel wissen aneignet um wieder zu einer gelassenen Meinung zurückzufinden die diese Werte die man tief in sich trägt auch am besten vertritt und da muss man denke ich auch erkennen das man selbst derjenige ist der erstmal über sich und sein eigenes Leben/Gesundheit nachdenken sollte, also sich selbst mal etwas gutes zu tun ist finde ich auch sehr wichtig.


    Also mehr oder auch an sich glauben und diese Energien die in der Psychose frei werden in Gesunde bahnen versuchen zu kanalisieren und eben auch aufzupassen sich für keine Interessen einspannen zu lassen hinter denen man selbst kaum steht, also auch Kritisch zu den Meinungen und Medien Umfeld Gesellschaft zu sein, den dieses zusammenspiel ist glaube ich bei einer Psychose auch gestört und vielleicht ist man durch die Erkrankung angehalten sich und andere wieder auf die rechte Bahn zu bringen, die frage ist nur ob das mit den Medikamenten die teils auch unterdrückungspotential haben möglich ist, also diesen Spagat finde ich schwer, also erstmal von diesen Wahngebilde das wie aufgezwungen erscheint und einen negativspirale sein kann herauszukommen und zu Themen die einen gesundheitlich gut tun zurückzufinden, also vielleicht das zu finden was man lange verdrängt hat weil man es als gegeben hingenommen hat, obwohl man selbst eben auch so ignorant war(im sinne von "was kann ich dazu" der "was kann ich als kleines Licht schon verändern und brauche ich dazu überhaupt eine Meinung"), gegenüber den Problemen die einen dann irgendwo eingeholt haben immer etwas begleitet haben oder wo einem im Leben durch die gesammelten Erfahrungen schon Dinge in die Hand gegeben wurden wie man damit dann vielleicht durch diese Erfahrungen umgehen kann und es besser machen kann etc. . Also ich glaube die Psychose und so als Erkrankung hat einen Sinn nur fraglich ob das was daraus gemacht wurde von den Ärzten Gesellschaft(sich selbst eingeschlossen) noch vertretbar ist.


    Mag etwas Wahnsinnig klingen, aber vielleicht muss man zu so einer Meinung finden um einfacher mit den Symptomen umzugehen und sich etwas vom Ego von der Erkrankung gestärkt zu fühlen ist glaube ich auch wichtig, weil es auf der anderen Seite eben auch sehr leidvoll sein kann, also es kann auch gefährlich sein wenn einem das ganze Fundament mit der härteren Sorte Neuroleptika unter den Füßen weggerissen wird.

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    Ich denke es kann oft helfen wenn man zweispurig fährt also auch eine
    gewisse Gespaltenheit von den Meinungen her zu akzeptieren, auch wenn
    diese in sich widersprüchlich erscheinen und man vielleicht bei Starken
    Widersprüchen Probleme hat oder sich geneigt ist festzulegen wenn man
    etwa überwertige Ideen entwickelt. Man kann ja einer Meinung sein,
    sollte aber auch genau das was man wegblendet begutachten, oft liegt so
    etwas wie Unwissen in einen vor da man die Situation oder Wahnhaftes
    kaum einschätzen kann und bevor man sich in etwas hinein stresst sollte
    man finde ich schon versuchen sich in die Situation des anderen zu
    versetzen und auch Dingen die einen weniger gut tun aus den Weg zu
    gehen."


    das sehe ich auch so

    in sozialen netzwerken steht man immer vor der wahl

    z.B. auf Facebook, wenn es um politische Seiten geht.

    Fällt die Wahl z.B. auf die AFD sollte man es einfach tun und sich von den nachrichten nicht abhalten lassen

    Nachrichten kann man ohnehin nicht glauben

  • Ja vielleicht gehen bei uns die Pole des Bipolaren einfach zu weit auseinander oder bilden kranke Wiedersprüche so das wir dazwischen stehen und uns für eine Seite entscheiden sollen, also wie wenn man die ein oder andere Partei gut finden soll aber beide scheiße sind...

    Ich habe gelesen, dass es dabei darum geht, widersprüchliche Gefühle zu ertragen. Das nennt man "Ambiguitätstoleranz". Das ist ein wichtiger "Abwehrmechanismus". Wenn der inaktiv ist, rutscht man in einen früheren Abwehrmechanismus zurück. Der nennt sich "Spaltung". Und dann gibts noch viele andere "Optionen".