Wirklich Psychose?

  • Hallo

    Ich hätte mal ein paar Fragen zu meiner Diagnose.


    Und
    zwar bin ich von der Psychiaterin auf Psychose durch Cannabis Konsum
    diagnostiziert worden. Ich hab da aber so meine Zweifel wenn ich im Netz lese was bei einer Psychose auftritt.


    Das geht jetzt schon seit
    letztem Sommer, ich hab seit 2013 ziemlich viel und oft gekifft. Hab
    dann als ich im Urlaub war festgestellt dass irgendwas mit meinem Kopf
    nicht stimmt. Ich hatte das Gefühl, dass ich alles wahrgenommene anders
    wahrnehme als ich es von früher kannte. Irgendwie kam nichts so richtig
    in meinem Kopf an und konnte verarbeitet werden, d.h. ich hab mir z.B.
    einen Baum angeguckt und nichts dabei empfunden, weil ich ihn zwar sehe,
    aber nicht richtig realisiere was ich mir da angucke, als ob irgendwas
    in meinem Kopf und meiner Wahrnehmung das blockiert. Zudem war bin ich
    sehr lichtempfindlich und fühle mich in der Öffentlichkeit unwohl da ich
    immer das Gefühl habe, angeguckt zu werden. Habe Schwierigkeiten meine
    Gedanken in Worte zu fassen und mich intellektuell zu artikulieren.
    Irgendwas blockiert in meinem Kopf und ich bin teilnahmslos und ohne
    Begeisterung. Es fühlt sich so an als ob ich alles durch eine Glaswand
    sehe, als ob mein Gehirn nicht funktioniert wie es tun sollte. Hab dann
    auf Rat der Ärztin das Kiffen eingestellt und bin jetzt schon 2 Monate
    abstinent und es besteht auch keine Gefahr zum Rückfall. Diese
    Wahrnehmungsstörungen oder Fehler im Gehirn blieben bestehen und haben
    sich in der letzten Woche verstärkt. Ich nehme kaum etwas richtig wahr
    und meine Wahrnehmung ist verändert, als ob mein Gehirn damit Probleme
    hat, Reize zu verarbeiten. Nichts interessiert mich mehr wirklich oder
    berührt mich da es einfach nicht ankommt, kann dadurch auch nicht mein
    Studium bewältigen und kleinste Tätigkeiten erfordern höchste
    Konzentration und Anstrengung. Diese gedämpfte Sicht lässt mich
    verzweifeln und zu sprechen und mich zu artikulieren fällt mir auch
    schwer, als ob irgendwas in meinem Gehirn blockiert. Außerdem kann ich
    keine vielen Reize verarbeiten wie zb als ich vor ein paar Tagen im
    Hauptbahnhof Hannover unterwegs war, hat mich sehr gestresst und es sind
    einfach viel zu viele Reize auf mich eingeprasselt, was dazu geführt
    hat, dass ich mich beobachtet undextrem unruhig gefühlt habe, eine
    totale Reizüberflutung. Es fühlt sich so an als ob mein Gehirn nicht
    mehr leistungsfähig und belastbar ist. Hab auch schon ein paar
    Medikamente ausprobiert NL's und AD's, nichts hat jedoch geholfen und
    ich fühle mich ratlos und vom Arzt missverstanden, da ich wenn ich hier
    lese was eine Psychose ausmacht, mich damit nicht wirklich identifizieren kann.


    Kennt einer von euch meine beschriebenen
    Symptome und kann mir sagen ob es sich wirklich um eine Psychose
    handelt? Alles fällt mir schwer und ich will nun endlich mal sicher wissen was mit mir los ist.

    Würde mich über zahlreiche Antworten freuen.


    Lg moelfi






  • Hört sich ganz nach eine Psychose an! Lässt sich aber relativ gut behandeln wenn man weis welche Medikamente gut sind und weniger Negativ sich auswirken, bezüglich Dämpfung, Konzentration und Antriebsschwäche würde ich dir folgende Therapie empfehlen. Ist eine Kombination zwischen Bupropion (SNDRI Antidepressivum und Nikotinentwöhnungsmittel) wirkt etwas wie ein ADHS Mittel und steigert auch die Konzentration und Wachheit, also wirkt eher entgegen der Neuroleptika indem es die Botenstoffe Dort steigert wo ein Mangel ist.

    Da es eine Psychose ist (vermutlich) braucht man aber zumindest zwischendurch und zu beginn der Behandlung ein dämpfendes Neuroleptikum(Aripirazol ist ein gut verträgliches), das man zusammen mit Bupropion zumindest später dann minimal und nur Bedarfsweise einsetzen kann. Mit dieser Kombi so wie beschrieben angewendet sollte man sehr gut klar kommen.

    Hier im Forum findest du Informationen dazu, ich stehe bei fragen zur Verfügung und wende das auch so erfolgreich selbst an, bin jetzt ca. 6 Jahre erkrankt und seit einen Jahr habe ich diese Einstellung abseits der üblichen konventionellen Therapie und komme so sehr gut(also deutlich besser) klar.


    Bupropion + Aripiprazol-Bedarf Therapie


    Herzlich Willkommen im Forum!

  • Hey Bremer77,


    ist das also ein vorübergehender Zustand? Was hat dir geholfen? Ich bin nämlich am verzweifeln und kann kaum kleinste Aktivitäten ausführen. Medikamente hab ich schon welche ausprobiert aber habe eigentlich nur negative Erfahrungen gemacht deswegen wollte ich es mal eine Zeit lang ohne ausprobieren und gucken was passiert.


    Lg moelfi

  • Hey moelfi  

    Du wirst noch einige Zeit damit zu tuen haben. An Medikamente hat mir anfangs Risperidon 3mg geholfen und nach 3 Monaten bin ich umgestiegen auf Aripirazol.

    Auf jeden Fall erstmal Finger weg vom Alkohol und von den Gras sowieso, das wird sonst immer schlimmer und verheilt bzw. beruhigt sich schlechter. RUhe und wenig stress ist wichtig. Die Nebenwirkungen der Medikamente sind anfangs echt heftig, aber das lässt nach ein Paar Wochen nach, das muss man mal im kauf nehmen und sie min. 3 bis 4 Wochen lang testen, ohne Medis wird das eher nix! Die Krankheit ist unheilbar es gibt nur MEdis zum lindern. Du kannst aber auch Jahre lang Glück haben und Symptomefrei sein, ist aber meist unwahrscheinlicher. Wie alt bis Du?