Tipps bei Psychosen

  • Hey Maggi,


    ich finde es manchmal ganz hilfreich, wenn ich meine Gefühle aufschreibe, also wenn ich zum Beispiel grade in der minus Phase bin und alles ohne Sinn erscheint, versuche ich mich dazu zu überwinden Dinge aufzuschreiben, die mein Leben lebenswert machen. In der Psychiatrie haben sie uns extra dafür ein Heftchen gegeben, in dem nur gute Dinge stehen dürfen. Auch an schlechten Tagen gibt es ja meist ein paar Sachen die gut gelaufen sind, wie ein nettes Lächeln von einem fremden oder ein schöner Spaziergang, so ein Kram halt. Nach ein paar malen klappt das ganz gut.



    liebe grüsse,


    hillibo

  • Hi Hilliboe dankeschön,
    Meine Tipps bei Psychose sind:


    1. Richtiges nebenwirkungsarmes Medikament (Abilify ist sehr gut) + verträgliches Antidepressivum wenn nötig( z.B. Duloxetin)
    2. niedrige Dosis, also reduzieren auf eine kleine verträgliche Dosis
    3. Verarbeitung der erlebten Dinge bei einem Rückfall sicherer zu sein.
    4. Regelmäßige Einnahme der Medikamente
    5. Entspannung sich die nötige Zeit nehmen und einen Gang runterschalten
    6. sich einbinden in Vereinen oder anderen Gruppenaktivitäten um auf andere Gedanken zu kommen
    7. psychologische Gespräche bei Problematischen Themen
    8. Rauchen und Nikotinkonsum einstellen
    9. Vitamine wie Vitamin B12 ergänzen


    die Liste lässt sich fortsetzen was meint ihr noch?

  • Ich wollte mal aufschreiben, was mir in akuten Phasen hilft:


    1. krankmachenden Auslöser erkennen und wenn möglich "abstellen" oder für eine Zeit aus der Situation "herausgehen", um wieder Distanz zur Situation zu gewinnen
    2. Ruhe und Reizabschirmung
    3. Medikament für die Zeit der akuten Phase wieder einnehmen und evtl Dosierung erhöhen
    4. Gespräche mit vertrauten Menschen, um irrige Gedanken wieder ordnen zu können
    5. Meditation oder einfach gar nichts tun, träumen
    6. Gedanken aufschreiben
    7. Sport
    8. Verarbeitung der Erlebnisse
    Darunter verstehe ich auch, dass ich ehrliches und wohlwollendes Feedback von anderen, die mich so erlebt haben, annehme, um Rückfälle schneller verarbeiten oder sogar vermeiden zu können.

  • Lange Spaziergänge. Kein Alkohol, keine Zigaretten.


    Viel Fisch essen, Gemüse Obst und Nüsse/Samen. Wenig Zucker, aber nicht ganz weglassen.


    Wenn möglich, nach der ersten Psychose ganz viel Sport, da Cortisol abgebaut wird.


    Omega 3 Kapseln, viel Wasser trinken.


    Sich etwas positives, gutes gönnen.


    Kontakt mit anderen Menschen (der baut auf).


    Viel Wasser trinken, um den Stoffwechsel zu beschleunigen.


    Medikamente auf ein erträgliches Maß reduzieren, aber auch nicht zu wenig nehmen, da eine neue Psychose ausbrechen könnte.


    Massagen und heiße Bäder, um Verspannungen zu lockern.


    Jeden Tag sich mit kleinen Dingen beschäftigen. Das kann ein gutes Buch sein, ein Hobby sein, Schwimmen im Schwimmbad, usw...


    Sich einen Plan machen, um Tagesstruktur zu haben.

  • 1. Stress vermeiden....wichtigste bei uns Psychotikern


    Hat jemand Mittel bei einer akuten Psychose , um die einzudämmen ?


    Mein Problem ist wenn ich psychotisch werde , das ich nicht einsehe die Medikamente zu erhöhen oder wieder zu nehmen. Ist dann ein Teil von meinen Wahn , das ich das nicht mache. Ich erkenne auch irgendwie nicht die Frühwarnzeichen für einen akuten Ausbruch , oder besser gesagt ,ich will sie nicht erkennen.

  • ich musste es teilen

  • Zitat

    1. Stress vermeiden....wichtigste bei uns Psychotikern


    Hat jemand Mittel bei einer akuten Psychose , um die einzudämmen ?


    Mein Problem ist wenn ich psychotisch werde , das ich nicht einsehe die Medikamente zu erhöhen oder wieder zu nehmen. Ist dann ein Teil von meinen Wahn , das ich das nicht mache. Ich erkenne auch irgendwie nicht die Frühwarnzeichen für einen akuten Ausbruch , oder besser gesagt ,ich will sie nicht erkennen.

    Hallo Hansi,


    früher oder später solltest du lernen, deine Frühwarnsymptome zu erkennen, und auch die Auslöser dafür, also alles, was dir persönlich Stress bereitet.
    Es sei denn, du findest deine akuten Ausbrüche nicht schlimm.
    Ich meine, so lange niemand anderes und du selbst nicht darunter leidest, ist es okay.
    Oft dauert ein medikamentös unbehandelter, akuter Ausbruch länger, bis sich der Zustand wieder "normalisiert" hat.


    Ich nehme meine Medis bei Bedarf, das bedeutet für mich, dass ich mich in akuten Phasen dann wieder schneller regulieren kann (Stichwort: Selbstregulation), weil ich auch unter diesen Zuständen leide.
    Diese Methode setzt viel Erfahrung mit der Erkrankung voraus und ich lerne täglich dazu.... ;) 
    Mittlerweile kenne ich viele meiner Stressfaktoren und auch Früwarnsymptome.
    Zur Zeit "arbeite" ich daran, meine persönlichen Grenzen, die bei mir Stress auslösen, zu erweitern...weil ich weiterkommen möchte und lernen möchte, mit dieser Erkrankung noch besser umzugehen.