Studie zur Vererbung von Schizophrenie

  • Liebe Forenmitglieder,


    Die Charité Berlin untersucht in einer Studie die biologischen Grundlagen der Schizophrenie.
    Sowohl Schizophrenie-Erkrankte, als auch Gesunde werden gesucht, um deren genetische Information zu vergleichen.
    Langfristig soll die Studie dazu beitragen neue Behandlungs- und Präventionsmethoden zu entwickeln.


    Teilnehmende müssen min. 18 Jahre alt und türkischer oder deutscher Herkunft sein.
    Sie erhalten für ein 10-minütiges Interview und die Entnahme einer
    Speichelprobe eine Entschädigung von 5 Euro in bar oder einen
    Kinogutschein.



    Sie können vor Ort oder postalisch teilnehmen.
    Anmeldung via Email: beps@charite.de 
    Weitere Informationen finden Sie unter beps-berlin.de.

  • Von mir gibts keine Gene! Macht erstmal eine vernünftige Arbeit!


    Die 5 € und Kinogutschein könnt ihr euch auch wohinstecken! Da kostet ja der Aufwand mehr und im Endeffekt geht es euch doch nur darum das Schizogen zu finden und Betroffene dann im Mutterleib schon umzubringen!


    Ihr seid Mörder weil ihr keine vernünftige Studie macht und euch jeglicher Anstand fehlt mal zuzuhören ihr in eurer Hochmütigkeit und Verlogenheit meint euch alles erlauben zu können, Schluckt mal selbst eure eigene Scheiße dann wisst ihr was das Schizogen ist!

  • Oh man, Maggi, das kann nicht dein Ernst sein.


    Von der Häufigkeit an gleichen, spezifischen, genetischen Informationen unter Schizophrenieartigen kann man auf entscheidende Bio-Mechanismen/Strukturen im Hirn rückschließen, was entweder bei der Entwicklung/Verbesserung medikamentöser oder therapeutischer Gegenmaßnahmen nutzen kann.


    Das wird auf lange Sicht eher zur Mit-Heilung von Schizophrenie beitragen.

  • @Recovery woher möchte ich wissen wofür die genetischen Informationen hergenommen werden, das Ziel der Studie kann man auch zum schaden einsetzen wenn man Tests damit entwickeln möchte um Kinder mit diesen genetischen Markern im Mutterleib abzutreiben.


    Kann man ja auch im Positiven verwenden aber "Prävention" kann ja so etwas sein und da bin ich für meinen Teil dagegen, weil man keine Ahnung hat welchen Stellenwert diese Erkrankung hat und was wäre wenn man eine genetische Herrenrasse/Desigerkind züchten möchte, da ist man denke ich sehr schnell an einen Punkt die eben unvertretbar sind und ich denke solche Präventionssachen können die Existenzgrundlagen folgender Generationen zerstören und zu ungeahnten Problemen führen.


    Früherkennung wäre wichtig, das Erbmaterial von psychisch Erkrankten ist vermutlich in teilen eher besser, also der offensichtliche Nachteil kann auch ein Vorteil sein und Voraussetzung dafür das langfristig eine menschenwürdige Existenz/Zukunft auch der Gesunden möglich ist.


    Da im Grunde so schon keine Medikamentösen Möglichkeiten (die es gibt) in betracht gezogen werden die einen guten Erkrankungsverlauf ermöglichen werden auch frühzeitige Behandlungsmethoden da kaum fruchten und eher zum Gegenteil führen. Vielleicht muss man sich dann wirklich schon mit 5 Jahren Gedanken machen überwacht zu werden und dreht am Ende gerade deswegen durch?


    Da sehe ich also viele Risiken und die Chancen sind gering, wenn man bedenkt das man es kaum auf die Reihe bekommt Psychopharmaka Sinnvoll und gesundheitsfördernt einzusetzen. Die Wirkstoffe hat man ja aber es fehlt an Willen Studien wie etwa zum Bupropion, im Bezug auf Psychose und auch anderen Suchterkrankungen(auch Bulimie) durchzuführen. Lieber lässt man heute Betroffene wegsterben und der Witz ist das man das Medikament schon 30 Jahre hat.
    Bupropion - Beschreibung und Studien
    (Das wäre Sinnvoller als ein Gentest wenn sich da mal eine Klinik den Thema annehmen würde!)


    Warum also sollte ein Gentest helfen wenn man die Ergebnisse vermutlich zum Schaden der Betroffenen verwendet und man vielleicht damit nur 100%ige Sicherheit sucht Betroffene im Vorfeld wie Kriminelle zu Behandeln und zu Unterdrücken indem man diese über ihre Erkrankung im Unklaren lässt und belügt?


    Also man bekommt es ja schon kaum zusammen vernünftige Medikamentestudien zu machen, wo die heutigen an sich sehr problematisch sind und verlogene Ergebnisse Publiziert werden oder einseitige Propaganda, gerade weil man eine Nazi-Eugenik verfolgt, etwa mit Medikamenten die da oft zu sexuellen Funktionsstörungen führen. Jetzt möchte man das mit einem Gentest wohl präzisieren?


    Man müsste also erstmal die genauen Ziele wissen die damit verfolgt werden. Ich möchte wohl kaum mit meinen Genen etc. dazu beitragen den anderen Betroffenen und damit mir selbst einen Strick zu drehen an dem man dann aufgehängt wird.


    Warum sollte man solchen Leuten vertrauen die sehr bewusst den Tod von Betroffenen in Kauf nehmen und sei es durch Faulheit und Tatenlosigkeit, Profitgier.


    Die Erkrankung wäre auch so heilbar(vor den Neuroleptika auch ohne Lobothemie) und Ärzte haben diese überhaupt erst diesen unheilbaren Verlauf gegeben indem man Abhängig von Neuroleptika gemacht wird und einen die Suchtentwöhnungsmittel wie Bupropion verweigert werden die man bräuchte um Mittelfristig von den Neuroleptika wegzukommen. So sterben eben die Betorffenen an den folgen der NLs weg, aber es trifft auch unbeteiligte.


    Der Aufwand realistischer prüfender Medikamente-Studien wäre gering, dazu fehlt aber anscheinend der Wille, sonnst hätte man da längst gutes Studienmaterial und könnte dieses Medikament und vergleichbare in der breiten Masse einsetzen, damit Geld sparen und Heilung ermöglichen/erleichtern.


    Ob bei so Genexperimenten am Menschen gutes herauskommt finde ich schon fraglich ich hätte mir also auch gewünscht zu wissen um welche Behandlungs und Präventionsmaßnahmen es geht.

  • Zitat

    Von mir gibts keine Gene! Macht erstmal eine vernünftige Arbeit!


    Die 5 € und Kinogutschein könnt ihr euch auch wohinstecken! Da kostet ja der Aufwand mehr und im Endeffekt geht es euch doch nur darum das Schizogen zu finden und Betroffene dann im Mutterleib schon umzubringen!


    Ihr seid Mörder weil ihr keine vernünftige Studie macht und euch jeglicher Anstand fehlt mal zuzuhören ihr in eurer Hochmütigkeit und Verlogenheit meint euch alles erlauben zu können, Schluckt mal selbst eure eigene Scheiße dann wisst ihr was das Schizogen ist!

    Schon ein bisschen im Wahn, oder?

  • Naja, sicher nicht um Abtreibung. Ich denke, dass vielleicht einer Erkrankung vorgebeugt werden kann, wenn man weiß, inwieweit die Erkrankung genetisch bedingt ist. Eventuell können auch andere Medikamente entwickelt werden, der Verlauf beeinflusst werden etc.

  • Das ist eben die Frage, aber wenn man weis was für ein Betrug allgemein abgezogen wird mit dieser Erkrankung und Medikamenten, dann kann man sich gut vorstellen das damit nix gutes im Schilde geführt wird. Irgendwelche Ergebnisse werden die auch liefern wollen und dann läuft es eben auf Abtreibung hinaus, die Genforschung ist doch in den Kinderschuhen, aber zu so etwas ist man vermutlich fähig, weil das ist dann womöglich von der eingesetzten Ethikkommission moralisch vertretbar, ebenso wie es ethisch heute womöglich unvertretbar ist ein Amphetaminartiges Medikament(Bupropion) bei der Behandlung von Schizophrenie einzusetzen.
    Vermutlich wurde bisher kein klarer Genetischer Marker gefunden sonnst würde man vermutlich schon Abtreiben lassen und das dann ähnlich wie andere schwerwiegende Behinderungen behandeln, die ja zum Teil auch schon vor der Geburt festgestellt werden können, anhand der Gene oder anderes.


    Also das Thema gehört normal vom Themenersteller @BePS genauer aufgerollt welche Ziele im Einzelnen damit verfolgt werden?? Also damit Klarheit da ist was man mit so einer Grundlagenforschung überhaupt bezwecken möchte, da wird man sich ja auch schon vermutlich im Vorfeld Gedanken gemacht haben um Forschungsgelder für so etwas überhaupt genehmigt zu bekommen. Im Grunde geht es da ja um Früherkennung weil an den Erbinformationen herumdoktorn ist ja Unrealistisch, zudem denke ich das die Geninformationen von uns Betroffenen an sich gut sind und auch wäre es gut zu wissen ob man von den Studienergebnissen überhaupt etwas mitbekommt und wie Transparent so etwas ist. Etwa wenn man bereits mit 0 Jahren als (möglicher) Schizophrener in einer Kartei landet wäre das ja auch weniger förderlich oder?

  • Gestern hab ich ehrlich gesagt Stress gehabt, mit einer anderen sogenannten Administratorin die mich an anderer Stelle wie du ja vermutlich mitbekommen hast ganz schön runtergezogen hat und mir allerhand Dinge unterstellt. Somit war ich weniger gut drauf und hab hier auch einen etwas überzogenen Kommentar abgegeben.


    Vorher hab ich mir so etwas eben gedacht oder ein ungutes Gefühl bei dieser Studie und habe es dann eben auf "wahnhafte" Weise angesprochen, weil bringt ja nix wenn Dinge unter den Tisch fallen und am Ende ärgert man sich drüber blind sein Vertrauen in Jemand oder Etwas gesetzt zu haben, der einen am Ende selbst wenn der Grundgedanke vielleicht oberflächlich gut erscheint, dann eben schadet.


    Diese Erfahrung habe ich oft machen müssen bei Ärzten und auch Erfahrungen erzeugen diesbezüglich negative Betrachtungsweisen, weil es wäre Naiv zu denken das wäre alles immer gut gemeint und völlig unkritisch und unreflektiert so etwas zu sehen.


    Klar blöd aber eine Stellungsname dazu kann man sich doch wünschen wo ist das Problem? Da Klarheit drüber schaffen da weder ich noch du wissen an welchen Grundlagen da geforscht werden. Woher möchtest du also wissen, das diese der Patienten dienlich ist oder deinen Wertvorstellungen gerecht werden. So etwas möchte ich bei einer Teilnahme an einer Studie schon gerne im Vorfeld wissen, denn verschweigen tut man ja eher etwas wenn der andere es weniger wissen soll oder braucht, aber eine Diskussion und Gedanke darüber, wäre ja auch so nützlich und verschiedene Meinungen, also die Diskussion finde ich gut, klar war der Beitrag etwas wahnhaft aber wo liegt krank oder wo liegt die Wahrheit? Wenn ich etwa mit gewissen Wahnhaften Vorstellungen im Recht liege und die Motivation des Medikamenteeinsatzes oft auch darauf gezielt sind den Betroffenen das Leben schwer zu machen oder dafür zu sorgen das es zu keiner Vererbung kommt, dann wäre ja doch etwas dran und da deutet schon einiges drauf hin, aber sagen kann man es ja kaum dann ist man Verschwörungsthoeretiker.
    Vielleicht haben wir ja das Glück da mal von fachlicher Seite ein Feedback zu bekommen, wie man sich das mit der Gentechnik diesbezüglich vorzustellen hat und wie die Grundgedanken dahinter sind, oder gibt es kein Recht zu erfahren wie man gedenkt eine "unheilbare Erkrankung" dann anhand der Gene zu behandeln. Ich bin kein Gegner von Grundlagenforschung aber mich interessierts.


    Sorry wenn ich hier also ein Negatives Bild abgebe aber ist ja im Grunde ein Thema und für jene von Interesse die mitmachen wollen und auch so wichtig finde ich zumindest darüber bescheid zu wissen um sich eine Meinung bilden zu können. Unwissenheit ist eben keine Macht und oft nutzt man es aus das Betroffene weniger über ihre Probleme wissen, da frage ich mich warum das so ist.


    Also entschuldige bitte.

  • Moin Markus ^^


    Dass Du zurzeit nicht besonders gut drauf bist, hast Du bereits ja schon gesagt, aber wenn ich Deine Beiträge so lese, so kann ich einiges nicht unkommentiert lassen.

    Zitat

    was für ein Betrug allgemein abgezogen wird mit dieser Erkrankung und Medikamenten, dann kann man sich gut vorstellen das damit nix gutes im Schilde geführt wird

    Warum denkst Du, dass Ärzte oder Pharma nichts Gutes im Schilde führen? Du brauchst jetzt dazu nicht zu antworten, denn das Problem bei Psychotikern ist (wenn ich in einer Akutphasse bin, dann auch bei mir), dass hinter jeder Ecke Manipulation und vielleicht sogar Böses vermutet wird.
    Meist sind die Gründe viel trivialer. Die Pharma will Geld verdienen. Sie ist kein gemeinnütziger Verein und die Millionen für Forschung und Entwicklung müssen wieder eingespielt und die Leute (gut) bezahlt werden. Für die Ärzte gilt das selbe in Bezug auf das Geld verdienen. Reiner Altruismus wird wohl nicht zu finden sein. Also werden die Leute abgefertigt, damit die Leute abgearbeitet werden. Ärzte hören oft nicht zu. Versteh mich jetzt nicht falsch. Sie müssen auch nicht unbedingt zuhören. Oft müssen sie nur mitbekommen, WIE du etwas sagst, um festzustellen, wie es um die Symptomlage bestellt ist. Entsprechend wird reagiert. Insofern ist es völlig egal, ob sich Dein Arzt gemerkt hat, ob Du ihm gesagt hast, dass Du letzte Woche 5 Stunden damit zugebracht hast, Deine Schränke aufzuräumen, aber es ist ggf. ein Indiz für innere Unruhe, von der du ihm sowieso schon erzählt hast.


    Soweit meine Gedanken hierzu.

    Zitat

    Also das Thema gehört normal vom Themenersteller @BePS genauer aufgerollt

    Hast Du Dir die Mühe gemacht, Dir die Internetseite der BePS anzusehen? Vielleicht hätte sich einiges dann schon geklärt.

    Zitat

    die Motivation des Medikamenteeinsatzes oft auch darauf gezielt sind den Betroffenen das Leben schwer zu machen

    Siehe oben ;) Es geht selten darum, das Leben schwer zu machen, sondern eher darum, Schaden abzuwenden (soweit möglich). Dabei müssen Kompromisse eingegangen werden. Ich gebe zu, leider wird man selten gefragt, ob man bereit ist, diese Kompromisse einzugehen. Die Entscheidung nimmt einem der Arzt (ggf. in der Klinik) ab. Aber auch da sind Ärzte entspannt, da sie wissen, dass sich die Psychos nicht alles gefallen lassen, sobald sie besser drauf sind. Dann kann bzw. muss die Therapie und Medikation angepasst werden.


    Ich wünsche ein entspanntes langes Wochenende


    Gruß Rs

  • Hi @Rampensau,
    das ist keine Psychose und beruht auf Erfahrungen, wenn man positive sammelt wird man sich hier kaum abfällig äußern, wenn man aber anfänglich Naiv war und den Ärzten blindes vertrauen entgegengebracht hat und weis wie es sich anfühlt geschadet oder fehlbehandelt zu werden, dann kommt man irgendwann an den Punkt wo man sagt das Systematisch etwas verkehrt läuft und das auch bei so etwas kaum etwas gutes herauskommt und es genutzt wird um Betroffen zu schaden anstatt zu helfen.



    Das ist meine Befürchtung und nein ich habe mir die Seite nicht angeschaut, denke das sollte man bei einer Studie schon machen, vorher zu Informieren, ansonsten kann ich mal per Mail anfragen und für mich ist das Thema auch kein Ding, kann jeder mitmachen, ich für meinen Teil würde mir wünschen das man bei solchen Dingen wie Prävention eben schon bescheid weis da der Betroffene der sich dafür entscheidet da teilzunehmen, sollte sich darüber dann im klaren sein und das auch wirklich unterstützen, anderweitig möchtest du ja sicher auch ungerne deine DNA abgeben damit Leute etwas erfinden damit zukünftig Menschen wie du kein Licht erblicken und eben frühzeitig abgetrieben werden oder was weis ich. 5 € und Kinogutschein ist ein Witz, von daher möchte man ja wenigstens hinter dem stehen können. Also ich hab kein Problem wenn ich weis das Ziele verfolgt werden die realistische Hilfe sucht und in Aussicht stellt aber sonnst eben finde ich es eben zu schnell abgefertigt.

  • Moin Markus @Maggi


    Erfahrungen mit Ärzten habe ich auch sammeln können über die Jahrzehnte. Meine erste Ärztin mit 13 mochte ich wirklich. Mit ihr hatte ich ein gutes Verhältnis und konnte vertrauen aufbauen. Dann wechselte sie die Fachrichtung und ich sollte mit einer anderen weitermachen. Das hat mir nicht wirklich gepasst. Damals war mir das wichtig. Heute bin ich da abgeklärter. Der Arzt soll mir helfen. Dazu muss ich ihn nicht unbedingt mögen und er mich nicht. Er sollte einfach nur professionell sein. Natürlich ist gegenseitige Sympathie hilfreich, aber eben nicht Voraussetzung. Das Dumme ist meist, dass ich schon ziemlich genau merke, wenn mich eine(r) nicht leiden kann - insbesondere in einer Akutphase habe ich ein sehr genaues und starkes Empfinden für die Zwischentöne. Eine Ärztin in der Klinik konnte mich definitiv nicht leiden und war auch wenig kooperativ. Das Problem in der einen Klinik war für mich, dass mit mir nicht ausreichend gesprochen wurde. Keiner hat sich die Mühe gemacht, mir klar zu machen, was die kurz- und langfristigen Ziele meines Aufenthaltes und meiner Behandlung sein sollten. Ich wollte eigentlich ständig nur über meine Situation reden und die Ärzte hörten nur stumm zu und fragten sich, was ich von ihnen wollte - irgendwie verkehrte Welt.


    Wie Du siehst auch bei mir lief und läuft nicht alles rund. Dabei sehe ich als Grundproblem, dass die Ärzte die Patienten oft unterschätzen. Wenn sie offener mit einem umgehen würden und erklären würden, was und wozu sie gerade was machen, dann wäre einiges sicher leichter.


    Zurück zur Studie:
    Jedes Wissen kann missbraucht werden. Mit einem Messer kannst Du Fleisch oder einen Menschen in Würfel schneiden.


    Zitat

    "Das Wissen über die Genetik der Schizophrenie hat im letzten Jahrzehnt enorm zugenommen. Dies ist nicht zuletzt der erfolgreichen Anwendung genetischer Studien mit sehr großen Stichproben zu verdanken, an denen der Studienleiter Dr. Dr. Stephan Ripke wesentlich beteiligt ist. Wir wissen heute, dass Schizophrenie einem bestimmten Vererbungsmuster folgt, nämlich dem Zusammenspiel von hunderten bis tausenden Risikogenen.


    Das Ziel der Berlin-Psychose-Studie (BePS) ist es daher durch die Untersuchung der biologischen Grundlage der Schizophrenie ein besseres Verständnis der Entstehung und der Behandlung der Schizophrenie zu erlangen. Dies soll langfristig zu neuen therapeutischen Ansätzen beitragen und somit die Identifizierung und die Behandlung der Erkrankung verbessern.


    Um dies zu erreichen, sollen in Berlin insgesamt 5.000 Bürgerinnen und Bürger im Alter von 18 bis 80 Jahren mit oder ohne schizophrener Erkrankung in zwei Teilschritten untersucht werden. Für alle Teilnehmer gibt es eine Basisuntersuchung (Schritt I), bei der sie lediglich eine Speichelprobe abgeben. In einem zweiten Schritt werden einige Teilnehmer, selbstverständlich unter Voraussetzung ihrer Einwilligung in eine Kontaktaufnahme für eine Folgeuntersuchung (Schritt II) rekontaktiert."


    Wie Du siehst, geht es in erster Linie um Behandlung und Risikofaktoren. Deine Designer-Kinder kommen erst später ;)


    Gruß Rs

  • Dachte ich mir schon, das es über eine Speichelprobe hinausgeht. Von Genforschung halte ich generell wenig. Etwa auch mit den Versuchen an Embryonen und solchen Dingen. Letztens gab es in den Medien einen Bericht das man einen Menschen durch das Kreuzen von 3 DNA strängen gesund gezeugt hat. Da gibt es sicherlich auch große Risiken und fraglich wenn es trotzdem dann Probleme gibt.



    Zitat

    Deine Designer-Kinder kommen erst später

    Ne also ist kein Spaß wenn man mit der Menschlichen DNA Unfug betreibt, Schritt 2 Wird dann eben schon soweit gehen, vielleicht möchte man ja den supermenschen Kreuzen und dazu braucht man ja gutes Erbmaterial, was Schizophrene theoretisch schon haben mögen. Die Betroffenen werden oft genug für Dumm verkauft, also ist nix neues und an sich ist das was da läuft eine riesen Frechheit, aber das betrifft die ganze Psychiatrie. Geldwäsche und schlimmer als die Drogenmafia ist das, im Grunde sind Ärzte Drogendealer die das Zeug eben legal aufschreiben, was da also dann herauskommt wenn man mit Embryonen herumzüchtet und was für Verbrechen laufen möchte vermutlich keiner wissen.
    Da kann ich schon sagen das es keine Designer-Kinder braucht, wenn man sich schon schwer tut bis 3 zu zählen.

  • Genforschung heißt nicht zwingend, dass man an Erbmaterial herumbasteln will. Sinnvollerweise könnte sie dabei helfen herauszufinden, welche Trigger es für bestimmte Krankheiten wie eben die Schizophrenie gibt. Fürs Basteln am Erbgut ist man noch weit entfernt, da man zu wenig von den Interdependenzen weiß. Für jeden Arzt und jede Pharma sind auch Anwalte tätig, die sich dann ggf. mit Klagen herumschlagen müssen, wenn etwas in die Hose geht. Insofern kann die Geldmaschine erst drucken, wenn man gesicherte Erkenntnisse und Vorgehensweisen herausgefunden hat.


    Deine pauschale Verurteilung von (Gen-)Forschung und Ärzten sowie der Pharma kann ich also nicht teilen, aber das macht den Laden hier ja so interessant. Verschiedene Leute, verschiedene Erfahrungen und Ansichten :D

  • @Maggi, @Recovery, @Rampensau


    Moin zusammen!


    Hab dieses Thema letzte Woche gesehen und überlegt, ob ich auf diese Dreistigkeit ( @BePS ) überhaupt reagieren soll. Nicht genug, dass ein ahnungsloser Hilfsschlonz, der hier sonst nie aufschlägt, einen Account eröffnet um für die Studie seines OA (Oberahnungslosen) Kanonenfutter zu besorgen, nein... Es geht zu allem Überfluss auch noch um die "biologischen Grundlagen" der Schizophrenie, noch dazu aus der Abteilung für Eugenik.


    Was mir in unseren Kreisen immer wieder auffällt, ist, mit welcher Selbstverständlichkeit einige den Dilettantismus der "wissenschaftlich" Tätigen in Schutz nehmen. Mein Standpunkt dürfte klar sein: Der biologistische Ansatz in der Psychiatrie ist Quacksalberei und Selbstbetrug. Aus dem einfachen Grund, dass es uns nicht möglich ist - und auf unabsehbare Zeit nicht möglich sein wird, die Komplexität des betroffenen Systems zu erfassen und abzubilden. Die Mediziner schauen beim Gehirn auf eine Blackbox, und die modernsten MRTs dieser Welt liefern bestenfalls einen groben Überblick der inneren Zusammenhänge. Auf der anderen Seite zeichnen die Chemiker und Biologen eifrig am Gemälde der Rezeptorenlandschaft des Gehirns, ohne jemals einen Anspruch auf Realitätstreue erheben zu können. Die psychiatrische Forschung im Bereich Schizophrenie ist daher für mich größtenteils Ressourcenverschwendung. Wenn ich dann sehe, wie sozialpsychiatrische Angebote eingestampft werden und dafür immer mehr in die Aufrechterhaltung der biologistischen Illusion investiert wird, krieg ich das Kotzen. Es gibt im sozialpsychiatrischen Arbeitsfeld wesentlich erfolgversprechendere Ansätze für unsereins.


    Politisch brisant wird's, wenn man sich bewusst macht, was die Psychiatrie war und ist: Verwahranstaltswesen für Abnormale und Querköpfe. Gewalt und Zwang sind ihrem Wesen inhärent. Jedwede Forschungsarbeit, die in diesem Paradigma stattfindet, ist potentiell immer die Rechtfertigung für allerlei Schindluder. Was haben wir der "Dopamin-Hypothese" nicht bereits alles zu verdanken... Was blüht uns erst, wenn ein Gen "gefunden" wird?! Pfff!


    An all jene, die im Psychoedukationskurs besonders gut aufgepasst haben: jemandem Wahn zu unterstellen, weil er die herrschende Meinung anzweifelt, ist genau das, was die Psychiatrie euch beigebracht hat: 1 mit Sternchen, Klassenziel erreicht! Träumer...


    Gruß :)

    "Man ist und bleibt so lange ein Sklave, bis man vom Hoffnungswahn geheilt ist." - Emil Cioran (1911-1995)

  • @Balanced - Du kannst im übrigen auch postalisch an der Studie teilnehmen :D


    Ich verstehe nicht, was Du gegen Forschung hast. Selbst über Bereiche, über die man denkt, Bescheid zu wissen, halte ich (Grundlagen-)Forschung für wichtig.
    Früher hat man in der Schule gelernt, dass der Muskelkater ein Überschuss an Milchsäure im Blut sei. Sehr viel später wurde mit besserer Diagnostik klar, dass es sich beim Muskelkater um Mikromuskelfaserrisse handelt. Hätte man sich also mit seinem Wissen zufrieden geben sollen, oder sollte man bestehende "Fakten" auf den Prüfstand stellen und dabei vielleicht auch etwas Überraschendes feststellen?


    Ich habe mir nochmals Gedanken über die Aufwandsentschädigung gemacht. Vom Prinzip hätten sie die 5 EUR gar nicht sondern nur den Kinogutschein anbieten sollen.
    Der Betrag ist lächerlich. Wäre er allerdings höher, würden sie sich dem Vorwurf aussetzen, die finanzielle Not von Betroffenen auszunutzen.

  • Zitat

    Ich verstehe nicht, was Du gegen Forschung hast.

    Hab ich doch geschrieben:


    Zitat

    Jedwede Forschungsarbeit, die in diesem Paradigma stattfindet, ist potentiell immer die Rechtfertigung für allerlei Schindluder.

    Neulich kursierte hier oder im KNS-Forum ein Artikel, wonach das Schizophrenie-Gen bei Mäusen (!) entschlüsselt worden sei, und dass man sich langfristig 8o erhoffe, Früherkennung (!) bei Neugeboreren (!) betreiben zu können, um durch Prophylaxe (!) einen späteren Ausbruch der Krankheit verhindern zu können. Soviel Dünnpfiff ist einfach nicht meinem Geschmack. Und die Arschlöcher, die ohne eine Miene zu verziehen diesen Blödsinn in die Welt trompeten, werden dann die Ersten sein, die sich auf die Ergebnisse einer solchen Grundlagenforschung stürzen. Nicht für mich, danke. Wenn de Pscyhiatrie ihre gesetzliche Legimitation zur Ausübung von zwang verliert, wird evtl. eine ernsthafte Wissenschaft draus. Evtl...


    Gruß :)

    "Man ist und bleibt so lange ein Sklave, bis man vom Hoffnungswahn geheilt ist." - Emil Cioran (1911-1995)