Alternative zu Valproat

  • Üblicherweise greift man häufig auch zu Lithium, welches aber anscheinend seine Zeit braucht bis es wirkt und es schon lange gibt. Schätze aber das hat ebenso viele Nachteile.


    Alternativ wäre finde ich Bupropion oder Reboxetin am besten, also Antiderpessiva die Noradrenalinwiederaufnahmehemmer sind und ähnlich wie ADHS Mittel wirken sollten das Valproat ersetzen können. Schlaffördernt sind die Neuroleptika ja an sich schon.. solange man diese einnimmt sollten kaum Schlafprobleme auftreten.

  • Hier ein Artikel von der Pharmazeutischen Zeitung:


    Pharmazeutische Zeitung online: Bipolare Störungen: Gefühlen wieder Grenzen geben



    Im Grunde wird Valproat ja bei Bipolarer Störung eingesetzt, vor allem vermutlich zur Phasenprophylaxe, also als Stimmungsstabilisator. Es kommen also auch atypische Neuroleptika wie man in dem Artikel erkennt in Frage, aber auch Antidepressiva. Die Wirkstoffe unterscheiden sich schon und da hat man eine sehr große Auswahl vor der man gestellt wird. Die einen Medikamente wie Neuroleptika dämpfen eher und Valproat und Antidepressiva stabilisieren eher die Stimmung würde ich sagen, zwischen innere und äußerer Ruhigstellung unterscheide ich da immer etwas. Die sendierenden Nls zum Beispiel wie etwa Risperidon, Zyprexa, Seroquel machen innerlich ruhiger, also sind da eher auch zur Phasenprophylaxe geeignet, Aripiprazol und Zeldox haben weniger sedierung also machen auch weniger müde/benommen etc. dafür kann auch stärker Unruhe auftreten, trotz das diese anderweitig auch ruhig machen. SSRI Antidepressiva stabilisieren etwas aber machen eher unruhig, SNDRI Antidepressiva wie Bupropion und SNRI Reboxetin etc. tragen wiederum sehr gut zur inneren Ruhe/Ausgleich bei und letztere sind vermutlich noch am geeignetsten, weil Antidepressiva wie diese allgemein recht gut verträglich sind verglichen mit Neuroleptika und Antiepilepsiemittel die schon kein Spaß sind und entsprechend ungerne eingenommen werden.

  • Das stimmt so nicht bei Zeldox. Die ersten Wochen macht es einen todmüde (bei manchen ist die Müdigkeit sogar dauerhaft). Ich finde es zwar schon auch antriebssteigernd, aber auch gleichzeitig ermüdend.
    Hab schon von einigen gelesen, die sagen, sie wären noch auf keinem Medi (NL) so müde gewesen, wie auf Zeldox. Also das ist auch wieder sehr individuell und man kann da nicht pauschal sagen, dass es aktivierend wirkt.
    Mich machte übrigens auch Abilify müde, obwohl es gleichzeitig aktivierend wirkte. Ich hatte das Gefühl ich war "aktiviert", um mich vorm Einschlafen zu schützen.


  • Ich bin zumindest davon ausgegangen das mit sedation dieses müde machen auch gemeint ist oder wahrscheinlich eher das direkt nach der Einnahme, weshalb Seroquel und andere stärker sedierende Medikamente Abends eingenommen werden.
    Laut der Tabelle wäre das bei Abilify keine Sedation und bei Zeldox nur etwas, ich teile aber auch die Meinung von dir @Candykills das diese stark müde machen gerade am Anfang verstärkt. Ich kenne das auch vom Abilify sehr und finde das es kaum ein besseres Schlafmittel gibt weil der Schlaf schon damit sehr gut ist und reguliert.
    Selbst habe ich noch kein Zeldox eingenommen, aber auch das scheint unterschiedlich zu sein, da habe ich mal mit jemanden gesprochen der von Abilify wegen der Müdigkeit auf Zeldox gewechselt ist.
    Ich kann mir vorstellen das eine fehlende Sedation vielleicht eher Antriebserhaltend ist, dafür aber mehr Unruhe/Stimmungsschwankungen auftreten können.


    Das mit der Antriebssteigerung ist vermutlich mehr so eine Halbwahrheit. Andere NL die stärker sedieren machen deutlich mehr schlapp gehen auch auf körperliche Resourcen da konnte ich unter Risperdal/Xeplion etwa keine kaum mehr als 15-30min etwas schwerere Waldarbeit machen. Mit Abilify war ich körperlich Fitt und stark, also habe von der körperlichen Kondition deutlich mehr machen können, aber die Motivation war wenig und Negativsymptome waren auch sehr ausgeprägt, so kann man vielleicht von Antriebssteigerung verglichen zu Risperdal sprechen, aber für einen gesunden Antrieb fehlt da schon auch einiges. Kann möglich sein das ich auf die Nls etwas empfindlicher reagiere und habe wegen den vorangegangenen Depressionen da vielleicht schon von Grund auf eher die Neigung zum Depressiven.


    An sich glaube ich eher das alle Nls müde machen und auch den Antrieb dämpfen, der dann verglichen mit den Negativsymptomen und Depressionen ganz ohne Nls vielleicht etwas gesteigert ist, weil ganz ohne Nls klappt es ja nur eher selten. Wie man also das relativiert und in Beziehung setzt. So dämpfen Zeldox und Abilify auch machen müde und stellen ruhig, ich fand etwa auch die Sprachverarmung unter Risperdal schlimmer, da war ich unter Abilify zum Teil offener und konnte auch über die Probleme die mich belasten reden, selbst wenn da zwischendurch ein paar bekloppte Dinge zur Sprache gekommen sind denke ich das es sehr wichtig war um von der Isolation auch Stigmatisierung herauszumkommen, da andere zumindest eher ein Verständnis dafür aufbringen konnten auch wenn man teils noch in der Psychose steckt. 100 Prozent gesund kann man mit den Neuroleptika kaum werden, von daher muss man so und so mit etwas Restsymptomatik klar kommen. Mit den Bupropion muss ich sagen ist es vor allem mit den Restsymptomen deutlich besser geworden, also so gut wie 0 Symptomatik und es stabilisiert die Stimmung, also macht innerlich angenehm ruhig(wie vor der Erkrankung) ist also eine und vermutlich mit deutlich bessere Alternative zu Valproat was an sich wie andere Antiepilepsiemittel große Risiken hat und vermutlich ähnlich wie bei den Neuroleptika mehr ruhig stellt als zu einer inneren Ruhe zu führen.

  • Genau das denke ich auch, dass nämlich alle Neuroleptika auch etwas sedieren oder eher dämpfen, obwohl sie gleichzeitig auch aktivierend wirken können.
    Auf Zeldox hab ich die ersten Wochen nur geschlafen - etwa 20 Stunden am Tag. Bin nur zum Essen und zum Duschen aufgestanden. Das hat sich aber nach 3 Monaten etwa gelegt, jetzt bin ich normal wach.