Burn-out: "Das Leben wird nach einer Therapie nicht leichter" - Zeit.de

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    Auszüge:


    Finde das mit Burn-out kann man so für Psychose auch übernehmen. Wie seht ihr das?


    Auch unten das Fazit, mit den Selbstwertgefühl ist sehr interessant, sehe das sehr ähnlich. Bei mir etwa drehte sich vorher vieles um die Arbeit / Beruf nach der Erkrankung sind andere Aspekte hinzugekommen die wichtiger erschienen sind und das Berufliche rückte zumindest teilweise in den Hintergrund.

  • Denke, das ist gar nicht so falsch, @Maggi. Ich hatte mich auch hauptsächlich auf den schulischen und beruflichen Erfolg konzentriert. Das mache ich zu meinem Unglück sogar immer wieder. Obwohl ich immer gute Leistungen hatte (außer im Abitur vereinzelt nicht -> Prodromalphase), hat mich dieser Fokus eingeschränkt. Ich ging mit der Zeit eigentlich immer mehr kaputt. Ich hatte irgendwas von mir selbst aufgegeben, zu Gunsten der versuchten Anpassung.


    Zitat

    Wie seht ihr das?

    Für mich unterscheiden sich Negativ- und Prodromalsymptomatik gar nicht so sehr von der Burnout-Symptomatik. Der einzige Unterschied ist, dass der Schizophrene eine größere Tendenz dazu hat, die Burnout-Symptomatik länger zu behalten (neurologische Veränderungen). Beides ist nicht eins, es gibt aber viele Parallelen wie z. B. Rückzug, Empfindsamkeit, Gereiztheit, Konzentrationslosigkeit, Depressionen und philosophische Gedankengänge.

  • Burnout wird vermutlich auch mit anderen Medikamenten als Neuroleptika behandelt, oder? Vielleicht hängt es auch damit zusammen das die Tendenz zur Chronifizierung bei Schizophrenie groß ist.


    Zitat

    z. B. Rückzug, Empfindsamkeit, Gereiztheit, Konzentrationslosigkeit, Depressionen und philosophische Gedankengänge.

    Wenn man diese Symptome nur betrachtet wären zumindest auch überschneidungen zu ADHS vorhanden, was Gerzeitheit und Konzentrationslosigkeit angeht und ADHS finde ich ist etwas das oft mit psychischen Erkrankungen einhergeht oder Ähnlichkeiten da sind. Es gibt ja auch ein Buch das sich glaube ich "ADHS gibt es gar nicht" oder so nennt was womöglich da auch andere Gesichtspunkte hat.


    Womöglich greift man bei Burnout eher mal zu Ritalin oder Mediknet wie sich das jetzt nennt was ja ADHS Mittel sind die bei dier Symptomatik vor allem auch auf Gereiztheit und Konzentrationslosikeit einen positiven Effekt haben sollten, Bupropion etwa ist auch ein ADHS Medikament unter anderem also zählt sich auch zu diesen Amphetaminartigen Substanzen.


    Von den psychischen Erkrankungen denke ich das die Störung im Gehirn oft ähnlich ist, womöglich sind nur unterschiedliche Gehirnareale betroffenen und somit auch kommen andere Symptome zu Stande, aber eben auch spirituelles und Veranlagungen die auch mit den Charakter zu tun haben.


    Ich kann mir gut vorstellen das etwa ein Dopaminmangel und Noradrenalinmangel sich unterschiedlich auswirkt ähnlich wie bei Depressionen selbst oder bei Ängsten. Ängste können zu fluchtverhalten führen, dazu das man gelähmt ist oder auch zum Angriff. Übertragen auf die Botenstoffe denke ich das das Gehirn unterschiedliche Strategien entwickeln kann Erkrankungen entgegenzuwirken und vielleicht die Störung im Gehirn was die Neurotransmitter angeht oft ähnlich sich darstellen. (was erklären würde warum Bupropion mir hilft und das ja eher AD und ADHS Mittel ist)


    Vielleicht sind psychische Erkrankungen, eben im übertragenen Sinne Strategien mit einer Problemsituation die einen sogesehen über den Kopf gewachsen ist umzugehen und Erkankungen ein Ausdruck die Probleme anzusprechen, da der Körper eben einen kaum anlügen kann, also da kein Selbstbetrug mehr so einfach möglich ist.


    Ich stelle mir das etwas so vor das es da verschiedene Stufen gibt wo sich die Erkrankungen vom Schweregrad der Symptome einordnen. Etwa kommt erst die Depression oder Burn Out dazwischen dann andere psychische Störungen wie Angsterkrankungen und zum Schluss mit Schizophrenie oder Bipolare Störungen, auch als Ausdruck einer starken Depression. Bei mir war es vorher auch eine Depression mit Rückzug etc. Nur kann man sich bei einer Schizophrenie weniger auf das Fluchtverhalten verlassen, meiner Meinung kann Psychose auch ein Ausdruck sein das man sich kaum mehr weiter zurückziehen kann und auf diese verrückte Art und weise man wieder den Weg nach vorne geht der einem auf gesunde rationale Weise verschlossen war.


    Vielleicht so etwas und vielleicht daher die Überschneidungen was die Behandlung angeht, nur das man sich von den Medikamenten zuviel erhofft und die Erkrankung mehr oder weniger einen Aufschluss gibt wo man ungefähr suchen muss, wie eine Art Signalverstärker, vorher war das Problem zu klein und unbedeutend das man es beachtet hat oder Zeit dafür gefunden hätte, dann aber wird es aufgeblasen und offensichtlich, damit man überhaupt daran arbeiten kann und es realisiert was da überhaupt daneben läuft. Bei einem selbst aber auch in der Gesellschaft, also womöglich eine Art Grenzen aufzuzeigen sich selbst gegenüber aber auch anderen.

  • Wenn dir das Bupropion so gut hilft, @Maggi, dann muss ich das auch mal ausprobieren. Ich denke auch, dass die Erkrankung eine Art ADHS-Komponente hat. Es ist eben diese Hyperaktivität. Ein anderer guter Begriff, der fast gleich klingt, ist Hyervigilanz. Diese kommt bei der PTBS oder der Zwangsstörung vor. Es handelt sich um einen Zustand der erhöhten Wachheit und Aufmerksamkeit. Denke, da kann man auch Parallelen zum schizophrenen Formenkreis knüpfen, vielleicht sogar zu den Persönlichkeitsstörungen.

  • Das Bupropion ist klasse! Kann ich wirklich nur Empfehlen! Meiner Meinung regulieren diese ADHS Medikamente eher das Dopamin, also das Bupropion wirkt vor allem den Negativsymptomen entgegen, damit löst sich ein Auslöser und es senkt sich vermutlich dann der Überschuss. Es wirkt teilweise besser als Neuroleptika, also so fühlt man sich top und Symptomfrei damit. Hatte nur zwischenzeitlich nach Monaten Absetzen Abilifybedarf gebraucht und das geht in längeren Zeitabständen.


    Also habe ja schon viele Medikamente probiert auch einige Antidepressiva, damit ist es aber wirklich sehr deutlich besser. Komme heute ja ohne Neuroleptika damit klar, nur 300mg Bupropion und zwischendurch aber selten mal 5mg Abilify, denke das wird auch ganz ohne Abilify bald klappen. Ja nun ist es eben mit der Konzentration und alles deutlich besser, ist eine ganz neue deutlich bessere Lebensquallität damit, muss oder sollte man probiert haben.

  • Ich finde es wirkt gegen die Psychose besser als gegen Depressionen obwohl es ja bei schwerer(major) Depression auch eingesetzt wird. Bei mir ist es meist so das ich depressiv werde wenn es Richtung Psychose geht und dann Bupropion etwas zu schwach ist also etwas Negativsymptome und Depressionen durchdringen, ohne Neuroleptika ist man auch etwas emotionaler was traurigkeit angeht und weniger Gefühlsreduziert.


    Da finde ich das wenn es Depressiv wird oder Manie Frühwarnsymptome kommen das Aripiprazol(Abilify) Bedarfsweise besser wirkt. In gewisser weise ist es ja normal auch mal traurig, depressiv sein zu können. Also von der antidepressiven Wirkung bringen Neuroleptika auch etwas nur eben hat man dann deutlich weniger antrieb und ist geistig deutlich stärker beeinträchtigt solange man Neuroleptika einnimmt oder braucht.


    Also Bedarfsweise Neuroleptika(ca. alle 2 Monate mal ein paar Tabletten) und Bupropion in einer Mittleren 300mg Dosis täglich funktioniert bei mir Spitze, und auch etwas emotionaler zu sein kann gut tun und befreiend sein. Bei akuteren Depressionen oder einem Schub würde ich Aripiprazol Bedarf schon empfehlen oder Bupropion zu steigern, wobei 450 oder 600mg vermutlich das maximum sind. In der Schweiz sind 450mg zugelassen und mehr soll man wegen dem leicht erhöhten Risiko für Krampfanfälle meiden. An sich würde ich lieber 450mg einnehmen und dafür ganz auf die Neuroleptika verzichten, bei mir kippt die Stimmung momentan relativ schnell.