Rauchen schadet vor allem Psychotikern

  • Ich bin da schon der festen Überzeugung das das Rauchen ein gewichtiger Faktor ist bei Psychosen, was denkt ihr raucht ihr oder habt ihr es schon mal ohne versucht oder geht es euch heute ohne Zigaretten längst besser als mit?
    Das Rauchen ist denke ich ein gewichtiger Faktor in der Psychose und das Nikotin scheint das eher zu verstärken also das psychotische Erleben und die Probleme der Krankheit.


    Wie seht ihr das? Problematisch ist das umso mehr da viele Psychotiker rauchen und die Suchtgefahr mit den Neuroleptikas höher ist als normal.

  • Naja, @Maggi mit dem Rauchen ist es so eine Sache.
    Ich habe sechs Jahre geraucht, und fing damit an, als ich schon Psychotikerin war, genauer gesagt, ich geriet nach einem Krankenhausaufenthalt in die Sucht. Im Raucherraum des Krankenhauses saßen halt immer die lustigeren Leute, mit denen ich mich gut unterhalten konnte, und die haben mir immer wieder Zigaretten angeboten. Manchmal habe ich abgelehnt, aber meistens nicht. Und nach meinem sechswöchigen Aufenthalt dort, war ich nikotinsüchtig, tja, dumm gelaufen irgendwie... :( 
    Ich war also sechs Jahre nikotinsüchtig und im Zusammenhang mit der Psychose muss ich sagen ist das nicht so gut, weil Nikotin die Symptome verstärkt, ich brauchte höhere Medikamentendosierungen.
    Nach sechs Jahren hatte ich die Schnauze voll von der Sucht und habe alles dran gesetzt um sie loszuwerden und habe es geschafft!!!!
    Seit sieben Jahren bin ich nun "glimmstängelfrei" und ich hoffe, dass es so bleibt... ;)

  • Wichtig ist aber auch, dass man sich selbst nicht quält. Ich denke, das Rauchen aufhören gelingt nur mit einem eisernen Plan zum "Ausschleichen" und Akzeptanz erheblicher Entzugssymptome mit Tabak, oder aber mit Nikotinkaugummis oder -Pflastern. Was bleibt ist wahrscheinlich das Verlangen nach Tabak in Stresssituationen, da die Wirkung stark anregend ist (und dabei ein Suchtzentrum im menschlichen Gehirn bedient, ähnlich dem Kokain (bei diesem ist es aber ein anderes)); ein Teufelskreis.

  • Jep, das kann ich bestätigen.
    Nach dem Entzug bleibt für sehr lange Zeit das Verlangen nach Zigaretten in Stresssituationen.
    Nach und nach lässt aber auch dieses Verlangen nach und dann sollte man sich konsequent von Zigaretten fernhalten, weil schon eine Zigarette ein Suchzentrum im Gehirn wieder anregen könnte. Sprich: Sobald man eine Ziegarette raucht, ist man sofort wieder drin in der Sucht.
    Dieses Verlangen lässt erst nach jahrelangem Verzicht wieder nach. Bei mir waren es ca. 7 Jahre bis ich wieder eine Zigarette rauchen konnte, ohne dass ich in die Abhängigkeit gerutscht bin.
    Nun ist es bei mir so, dass ich gelegentlich rauchen könnte, wenn ich wollte, ohne süchtig zu werden.
    Für mich ist das der Beweis, dass man auch sogenannte Suchtzentren im Gehirn umprogrammieren kann.
    Und ich bin davon überzeugt, dass man auch das Gehirn nach jahrelanger Einnahme von Psychopharmaka wieder umprogrammieren kann.