Schwierigkeiten beim Reden/ Ein-Wort-Sätze

  • Ich vermute es ist ein Überbleibsel der Psychosen, deswegen frage ich mal hier nach: Kennt ihr dieses Problem, dass ihr wenig Mitteilungsbedürfnis habt und wenig sprecht? Und dass immer andere Themen bringen müssen, weil aus euch nichts kommt, weil die Gedanken wie "geklaut" sind, einfach nicht da sind, als wäre die Festplatte leer. Ich hab das die meiste Zeit über und antworte dann oft nur in Ein-Wort-Sätzen und so kann man natürlich kein richtiges Gespräch aufbauen. Aber das ist einfach so bei mir irgendwann gekommen.... :/


    LG
    Candy

  • Durch die Nl wird die intellektuelle Leistungsfähigkeit geringer.Ich hatte mit der Nl Medikamentierung auch diese Probleme,es fällt einem in Gesprächen nichts ein,man ist wie vernebelt.
    Dieses hate ich vor allem unter Haldol.Jetzt mit der geringen Dosis Olanzapin hab ich damit keine Sprachschwierigkeiten.
    Kann also an deinen Medis liegen.
    LG K.K.

  • Hast du denn vorher mehr gesprochen, Candy?


    Wenn es so ist, wird sich das auch wieder einstellen, schätze ich mal.
    Du solltest dir deswegen nicht so viele Gedanken machen. Vielen Mitmenschen sind andere, die weniger reden angenehmer als Leute, die ständig quatschen. Lass dich doch selbst zutexten, dann brauchst du nur zu nicken und ab und zu 'ja' zu sagen - was solls.


    Wenn du mehr reden möchtest, wirst du es auch tun.


    Das mit der leeren Festplatte kenne ich auch, aber das geht auch wieder vorbei. Ich kenne das unter Gedankenarmut.
    Teilweise war ich froh, wenn mein Geist endlich mal Ruhe gab und keine Gedanken gewälzt wurden. Diese Grübelei ist manchmal auch unerträglich.


    LG Lightness

  • Ich glaube früher habe ich normal viel gesprochen.


    Ja, es könnte an den Medikamenten liegen oder an Gedankenarmut. Manchmal habe ich solch ein Chaos im Kopf, dass er gedankenleer ist.


    Ich hoffe schon, dass es irgendwann wieder besser wird, weil mir eben bewusst geworden ist, dass es mich von den anderen Menschen zusätzlich abtrennt.


    LG

  • Schau mal Candy.


    Ich habe einen Text über die Sitten und Gebräuche der Indianer gefunden und fand den Text ganz interessant im Zusammenhang mit dem Sprechen und Stille.



    LG Lightness :)

  • Danke dafür Lightness. Ich fühle mich den Indianern von Geburt an sehr verbunden, was vielleicht auch damit zu tun hat, dass ich einen indianischen Vornamen habe und meine Mutter schon ein Anhänger der Indianer war.
    Es tat mir gut diesen Text zu lesen.


    LG
    Candykills

  • :thumbup:


    Das freut mich, Candy.


    Ich war auch schon immer von der Kultur der Indianer fasziniert und habe mir vorgenommen, mehr über diese Völker in Erfahrung zu bringen. Mich interessiert ganz besonders die Vorstellung der Indianer von den ewigen Jagdgründen und Manitu.
    Sowieso interessiert mich sehr der spirituelle Glauben dieser Völker und speziell der Schamanen.


    Ich fühle mich auch verbunden mit dem Schmerz, der diesen Völkern angetan wurde und es macht mich immer wieder traurig von der verlorenen Würde dieser Völker zu lesen. Zu gern würde ich ihre Länder bereisen und diese Menschen kennenlernen wollen, aber mein Respekt vor der verlorenen Kultur der Indianer lässt mich deren Leben und Leiden nur aus der Ferne betrachten.



    LG Lightness

  • Ja, das geht mir ähnlich. Deswegen bin ich auch so gegen die Amerikaner, weil sie die Indianer gezielt getötet und in Käfige gepfercht haben. Ich hab einige Bücher zur Indianergeschichte und die sind alle gruselig bezüglich der Amis. In meinen Augen macht Amerika nur nen Fortschritt, wenn sie irgendwann nen indianischen Präsidenten stellen. Aber das wird nie passieren, allein schon weil die Indianer an ihrer Vorstellung von Gesetz und Ordnung festhalten, womit sie auch Recht haben.
    Ist wirklich eine sehr schwierige Situation für die Indianer, auch nach wie vor.


    LG
    Candy

  • Zitat

    weil die Indianer an ihrer Vorstellung von Gesetz und Ordnung festhalten, womit sie auch Recht haben.

    Ja, sie leben sozusagen in einer Parallelgesellschaft zur übrigen Bevölkerung, und weil sie in der Minderheit sind, kann man über ihre Köpfe hinweg bestimmen so wie die Mehrheit es will.
    Es ist wirklich eine Schande mit anzusehen, wie die Indianer in ihren Möglichkeiten beschnitten werden.


    Aber was willst du machen? So sind die Europäer: Sie breiten sich aus, wo sie nur können. Wahrscheinlich weil man ihnen mit einem dogmatischen, christlichen Glauben eingeprägt hat, sich zu vermehren und auszubreiten, was das Zeug hält.


    Ich bin nur froh darüber, dass sie es nicht geschafft haben, die Indianer auszurotten und den letzten dieses Volkes, das ja auch aus ganz normalen Menschen besteht, zu vernichten. Das Wissen, das mit den getöteten Indianern für immer verloren gegangen ist, ist einfach unersätzlich.

  • Die meisten reden zu viel oft ohne Rücksicht auf die anderen, im Gegenteil ist das Schweigen nicht lästig.
    Gedankenarmut ist oft mit innerer Erschöpfung zu tun, die oft nach einem Schub vorkommt und dann von alleine verschwindet .
    Das menschenverachtende Kolonialismus besonders in Afrika und Amerika gehört zu den dunklen Kapiteln der Geschichte.