Akupunktur zur Unterstützung. Hat jemand Erfahrungen damit?

  • Hallo!
    Bei mir in der Ambulanz der Klinik bieten sie Akupunktur einmal die Woche an.
    Hat jemand Erfahrungen damit gemacht? Bin mir nicht sicher, ob ich das mal ausprobieren soll und es helfen kann weniger Medikamente zu brauchen?
    Naja probieren geht über studieren. Aber vielleicht kann mir jemand von seinen Erfahrungen erzählen?

  • Hallo!


    Ich habe mal Akupunktur gegen chronische Rückenschmerzen bekommen und es hat bei mir nicht geholfen
    Erst eine intensive Antischmerztherapie mit Schmerzmedikamenten haben das 'Schmerzgedächtnis' abgeschaltet und die Rückenschmerzen geheilt.
    Von Akupunktur gegen Psychose habe ich noch nie gehört, finde ich aber interessant.

  • Hallo @Lightness
    Naja die Akupunktur soll nicht unbedingt gegen die Psychose helfen, wie ich das verstanden habe, sondern eher unterstützend wirken, dass man sich besser fühlt. Ich habe schon oft das Problem gehabt, wenn ich mein Medikament reduziere, dass ich unruhig werde und irgendwie wohl so eine unbewusste Angst entwickle, wieder was zu bekommen. Vielleicht wirkt die Akupunktur da beruhigend und kann Ängste lösen? Es gehen zu der Gruppe wohl auch andere hin mit anderen Diagnosen.

  • Lightness!
    Nochmal eine Frage zu Deiner Schmerztherapie. Wo hast Du die gemacht und hat das wirlich genützt? Mein Freund leidet schon seit Jahren an chronischen Schmerzen, auch hauptsächlich Rücken. Eine richtige Schmerztherapie hat er noch nie in Angriff genommen. Nur mal ambulant, war aber eher so eine natürliche Sache, wo er gelernt hat, mit den Schmerzen besser zu leben. Die Schmerzen sind aber immernoch da. Jetzt überlegt er, ob er in eine psychosomatische Klinik gehen soll?

  • Ja, eine psychosomatische Klinik ist eine gute Sache, ich war mal in einer und die haben mir auch mal gegen meine Rückenschmerzen geholfen. Aber man kann diese Therpie auch ambulant machen. Es gibt Wirbelsäulenspezialisten, die auch eine Zusatzausbildung in Schmerztherapie gemacht haben und hochdosierte Schmerzmedikamente verschreiben.
    Diese Therapie dauert ca. 4-6 Wochen.
    Es ist bei chronischen Schmerzen oft nur das Schmerzgedächtnis, das ausgeschaltet werden muss, damit die Schmerzen wieder verschwinden. Das ist total faszinierend. Obwohl gar keine Schmerzen mehr da sind, meldet der Körper immer noch Schmerzen, weil sich die Schmerzrezeptoren darauf eingestellt haben. Die Medis unterbrechen diese Fehlermeldung und das Schmerzgefühl hört auf.
    Ich wünsche deinem Freund gute Besserung @Interessiert. Er soll das unbedingt ausprobieren.

  • Zu der Akupunkturtherapie wollte ich noch schreiben, dass es mir damals unangenehm war, gepikst zu werden. Ich bin sowieso so Schmerzempfindlich und Piksen ist eigentlich gar nicht so gut für mich, aber ich habe damals nach diesem Strohhalm gegriffen, weil die Rückenschmerzen selbst schon unerträglich waren. Und da dachte ich mir, so ein Piksen kann ja gar nicht schlimmer sein, aber es ist unangenehm und ich würde es nicht noch einmal machen wollen.

  • Hallo nochmal @Lightness
    Danke für die Info Deinerseits. Ja ich denke auch, dass das mit der psychosomatischen Klinik für meinen Freund sinnvoll ist. Bei ihm kommen die Schmerzen wohl doch eher davon, dass er immer viel sehr angespannt ist. Das mit dem Schmerzgedächtniss wissen wir auch. Wenn dann doch nur starke Medikamente helfen? Mal sehen, wie es ihm in der Klinik ergeht. Da kann er auch noch andere Sachen anpacken, die problematisch sind.

  • Hallo @Interessiert.


    Ich kenne bei Muskelverspannung ein ganz tolles Mittel: Tetrazepam. Das ist ein Muskelentspannungsmedikament und wirkt sehr gut. Es hat kaum Nebenwirkungen. Ich habe es damals vor dem Schlafengehen eingenommen und habe wie ein Baby geschlafen und am nächsten Morgen waren die Muskelverspannungen im Rücken komplett weg. Also ich kann das nur empfehlen.


    Gruß Lightness

  • Hallo,


    ich hatte mal mehrere Akupunktur-Sitzungen bei einer chinesischen Ärztin, die so richtig Akupunktur studiert hat.
    Damals litte ich bereits unter der Psychose und leider muss ich sagen, dass die Akupunktur mir nicht wirklich geholfen hat.
    Natürlich hängt es davon ab, was man von der Akupunktur erwartet. Wem der Wellness-Faktor dabei ausreicht, ist damit sicherlich gut bedient.
    Aber jetzt im Nachhinein ordne ich diese Akupunktur-Sitzungen so ein, dass ich es nicht noch einmal machen würde.
    Eine Verringerung der Medikamenten-Dosis wurde durch die Akupunktur natürlich auch nicht erreicht.

  • Ich habe Akupunktur auch wegen chronischer Schmerzen bekommen, allerdings auch wegen meinen ständigen Nebenhöhlenentzündungen durch den Heuschnupfen. Die Schmerzen blieben, die Nebenhöhlen wurden aber deutlich besser, anscheinend wurden da bestimmte Punkte angetriggert, so dass sich das ganze Zeug's ohne OP löste. Ich kann also nur empfehlen es mal zu versuchen, fand's ingesamt auch sehr entspannend. Das Piksen machte mir nichts aus.


    LG

  • Hallo @Lightness
    Danke nochmal für den Tipp. Von dem Medikament hab ich auch schon mal gehört. Arbeite ja selber in der Arztpraxis. Aber wenn die Schmerzen schon chronisch sind?


    Hallo @RheinLady
    Danke für Deinen Erfahrungsbericht. Ich erhoffe mir da auch nicht Wunder. Müsste da jede Woche in die Klinik fahren. Dreiviertel Stunde Anfahrt und meinen freien Nachmittag opfern. Deswegen überlege ich es mir noch.
    War das bei Dir eine Körperakupunktur oder Ohrakupunktur?


    Hallo @Candykills
    Bei chronischen Halsschmerzen habe ich auch schon Akupunkur vor ca. 10 Jahren bekommen. Das half bis vor 2-3 Jahren gut. Hatte keine Beschwerden mehr. Jetzt ist es wieder da. Hab es auch wieder mit Akupunktur versucht, allerdings bei einer anderen Ärztin als damals. Die hat eher Ohrakupunktur gemacht, nachdem nach ein paar Sitzungen überhaupt keine Wirkung eintrat, habe ich es wieder abgebrochen. Die Ohrakupunktur hat mich aber bissl ruhiger gemacht. Das war der einzige Effekt. Früher bei einem anderen Arzt war es eine Körperakupunktur von 10 Sitzungen von meinem damaligen Chef. Da ist wohl doch ein Unterschied. Es ist natürlich auch nicht ganz billig. Aber vielleicht gehe ich doch irgendwann mal wieder zu meinem alten Chef wegen der chron. Halsschmerzen.
    Für die Psyche in der Klinik wär es sogar kostenfrei und es wär Ohrakupunktur.


    Eigentlich sollte ich es doch mal ausprobieren? Aber vielleicht lieber im Herbst. Im Sommer den halben Nachmittag und Abend in der Klinik einmal die Woche zu verbringen, hab ich jetzt auch nicht so lust. Dann nehm ich halt weiter meine Medikamente und es geht mir gut. Wunder erwarte ich mir sowieso nicht. Dachte nur vielleicht hat jemand damit doch schon gute Erfahrungen gemacht.

  • Habe auch mal Akupunktur vor der Psychose machen lassen, auch Vitamin B12 gab es da bei einen Heilpraktiker. B12 ist gefährlich bei Psychosen also verstärkt eher das Wahnhafte bei so etwas muss man vorsichtig sein. Gut Akupunktur kenne ich mich ein bisschen aus, habe mir damals so Nadeln/Pflasternadeln mal zum Probieren bestellt, also am Ohr dann diese Punkte gesucht.
    Würde da weniger drauf geben also da ist durch die Neuroleptika eh schon Nervlich einiges durcheinander und Akupunkutur stelle ich mir eher als Hynotischen Effekt vor der die Selbstheilungskräfte durch den leichten Reiz und den Glauben daran vielleicht etwas stärken kann aber bei einer Psychose hat man ja eher eine Reizüberflutung von daher glaube ich weniger das das Sinn macht.


    Bei Heilpraktikern und Psychose bitte etwas vorsichtig sein, solche Therapien können auch nach Hinten losgehen also etwa B12 habe ich da mal hochdosiert bekommen, das beruhigt kurzzeitig vielleicht, aber Treibt Wahn und Psychose an, da muss man wirklich vorsichtig sein, kommt ja auch darauf an wer Akupunktur anbietet und was dazu kommt.

  • Zitat

    Lightness!
    Nochmal eine Frage zu Deiner Schmerztherapie. Wo hast Du die gemacht und hat das wirlich genützt? Mein Freund leidet schon seit Jahren an chronischen Schmerzen, auch hauptsächlich Rücken. Eine richtige Schmerztherapie hat er noch nie in Angriff genommen. Nur mal ambulant, war aber eher so eine natürliche Sache, wo er gelernt hat, mit den Schmerzen besser zu leben. Die Schmerzen sind aber immernoch da. Jetzt überlegt er, ob er in eine psychosomatische Klinik gehen soll?

    Hi @Interessiert
    Habe auch Jahre mit chronischen Rückenschmerzen verbracht und das waren starke Schmerzen also fast unerträglich musste ständig zum Rückenarzt und das lockern lassen.


    Am Ende bin ich in eine Uniklinikgefahren habe mir das aus dem Internet gesucht die sich damit befassen und wurde dann geholfen.


    Im Grunde waren es Antidepressiva die ich da bekommen habe, in meinem Fall Doxepin welches das ganze locker macht und schlaffördernte Wirkung hatte, ein älteres trizyklisches AD. Weil mein Antrieb weg war habe ich etwas Citalopram bekommen, wobei ich denke das hat meine Psychose begünstigt diese Antidepressiva, also wenn man so Rückenschmerzen behandelt muss man diese auch rechtzeitig wieder absetzen wenn es besser, hat auch dauerhaft über die Einnahme hinaus etwas gebracht.
    Citalopam finde ich heute weniger gut würde ich abraten und darf man eigentlich mit keinem trizyklika wie Doxepin einnehmen wurde mir gesagt. Das Doxepin hat da eher die sendierende Wirkung und das sollte von daher die Muskelatur dann langsam lockern über ein paar Monate, halbes Jahr sollte ein Erfolg da sein.
    Oft treten so Verspannungen auch im Zuge von Depressionen auf wurde mir gesagt, vielleicht hast du da ja etwas feststellen können das er sich etwa schwer ermuntern kann und keine rechte Lust hat etwas zu unternehmen?
    Doxepin wäre gut denke ich mal, die haben zwar etwas mehr Nebenwirkungen die älteren aber sind eher angesehener als die neueren SSRIs welche ja eher auf Antrieb/Depression wirken also bringt bei Verspannungen vermutlich nix.
    Vorher könnte man finde ich auch Bupropion da mal probieren ist sehr gut verträglich und wirkt auf Dopamin und Noradrenalin die Wirkung auf das Noradrenalin schätze ich als die entspannende ein, da das eher ruhig macht wie bei ADHS. Doxepin wirkt unter anderem auch auf das Noradrenalin aber leider auf das Serotonin und da könnte man eine Psychose Riskieren.


    Beim Rauchentwöhnungsmittel Buporpion kann man glaube ich nix falsch machen und das würde ich vorher lieber probieren, da Serotoninwiederaufnahmehemmer wie Doxepin einen schon stärker verändern im laufe der Zeit, bei mir war es zwar auch Psychose dann aber kann ja auch von den Medikamenten gekommen sein weil Seretonin Psychosen auslöst das ist soweit bewiesen oder bestätigt.



    Wegen Akupunktur würde ich mir weniger davon versprechen gegen eine Psychose, fraglich ob es da erfolge gibt und das sind ja so Reizbahnen, also könnte das auch schädlich sein, lieber vorher mal gut informieren ob es Studien und so dazu gibt, wenn ja vielleicht kannst du das mal verlinken, wenn du ein paar gute Seiten dazu kennst?


    Gruß

  • Zitat

    Danke nochmal für den Tipp. Von dem Medikament hab ich auch schon mal gehört. Arbeite ja selber in der Arztpraxis. Aber wenn die Schmerzen schon chronisch sind?

    Ja, bei chronischen Schmerzen sollte er Schmerzmittel nehmen. Evtl. kann man Tetrazepem mit Schmerzmittel kombinieren. Aber das weiß ich nicht so genau, da sollte dein Freund den Arzt fragen.
    Es könnte sein, dass diese Kombination auf den Kreislauf geht.


    Gruß Lightness

  • Schmerzmittel bringen da leider nix bei chronischen Rückenverspannungen. Habe da auch mal ein Schmerzmittel damals Ibuprophen bekommen über ein halbes Jahr oder sogar länger schwer zu sagen. Da war ich vielleicht 16/17 und jeden Tag auch wegen diesen Medikamenten mit richtig fertig, da hat mir damals dann auch mal mein Ausbilder drauf angesprochen weil ich so angeschlagen da ausgesehen habe, vielleicht ist so etwas ja schon die Vorphase zur Psychose hatte auch ein leicht aufgeschwemmtes Gesicht also ist ja bei den Neuroleptika auch leicht so? Hatte dann so eine Nasenscheidewand OP und auf einmal ging es mir Tage blendend, vermutlich weil man zur Narkose Benzos eingesetzt hat oder so die gegen die Psychose geholfen haben? Könnte ja sein. Das hat man mir auch gleich angesehen und ich fühlte mich wieder viel besser konzentration etc. aber eben nur ein paar Tage.


    Tetrazepem kann ich mir auch vorstellen das hilft, weis aber kaum wie es da mit der Abhängigkeit ist? Mir wurde auch mal ein Muskelrelaxion verschrieben, wobei ich davon kaum oder nix merkte und nur kurz nehmen sollte. Tetrazepen weis ich nicht aber so Schmerzmittel sind keine Dauerlösung und bringen nur wenig. Dann lieber ein AD die helfen wirklich sehr gut und entspannen das nachhaltig, nur gibt es da auch ein paar Nachteile.

  • Ne keine Neuroleptika kann ich mir kaum vorstellen. Ich war ja danach Top Fit und so war hochkonzentriert also sehr geistig aufnahmefähig. Neuroleptika dämpfen ja eher, also denke ich vielleicht so Benzos gibt glaube ich auch welche zur Narkose und die sollen glaube ich bei Psychosen auch wirken, hatte ja da noch keinen realitätsverlust eher diese vorfase..


    Cymbalta wirkt auch auf das Noradrenalin(und Serotonin) und da habe ich auch schon mal etwas davon gelesen, von daher könnte Buporpion SNDRI auch helfen da es auf Noradrenalin (und Dopamin) wirkt. Denke ein Versuch wären beide mal Wert bei so Rückenproblemen. Für längere Einnahme oder im Anschluss würde ich Bupropion vorziehen.


    Duloxetion(Cypbalta) SSNRI hat schon auch relativ viele Nebenwirkungen finde ich, dafür das es ein selektiver Wirkstoff ist. Venlafaxin SSNRI ist vielleicht auch eine Möglichkeit und vergleichbar mit Duloxetin.. ansonsten bleiben denke ich nur die älteren sendierenden ADs die etwas mehr Nebenwirkungen haben die bei so chronischen Schmerz helfen, es geht ja mehr um die Entspannung der Muskelatur und das bekommen diese schon ganz gut hin.