Neuroleptiker und Alkohol

  • ich nehme Risperidon ein und trinke bislang keinen Alkohol, ich möchte aber gerne mal wieder ein Glas Wein oder so trinken.
    Konntet ihr schon Erfahrungen sammeln?
    Ich habe gelesen das Risperidon die Wirkung von Alkohol erhöht. Wenn das das einzige ist, dann trinke ich nur die hälfte ;)
    Erzählt wurde mir mal das Alkohol die Nebenwirkungen verstärken kann, stimmt das?


    "prost" :P

  • Also ich würde dir davon abraten der Alkohol verstärkt nur die Nebenwirkungen der neuroleptika so ist es bei mir zumindest ich bekomme xeplion als Depot und seroquel jeden abend ein scheiss Medikamente sag ich dir also wenn ich noch Alkohol trinke
    habe ich am nächsten tag fast gar keinen Antrieb mehr bist du mal im chat?liebe grüße

  • Ich nehme auch risperidon und außer das ich wenn ich trinke schneller betrunken bin und somit weniger vertrage habe ich keinerlei schlechte erfahrungen gemacht^^


    ehm mein Facharzt hat sogar schonmal zu mir gesagt als ich ihn auch gefragt habe wie das mit dem alkohol ist wenn ich gelegentlich lust auf ein Glas wein beim essen habe soll diesen ruhig trinken.


    && ganz ehrlich laut dem Internet und dem Beipackzettel soll man zu KEINEM MEDIKAMENT alkohol trinken ;)
    und darauf habe ich sowieso noch nie geachtet wenn ich z.B. ne Ibu früher genommen habe ...


    Wenn der Kopf wieder zu voll ist und alles außer Kontrolle
    Die Stimmen in dir nur schweigen, denn ich wein'
    Sogar die Geister, die wir riefen, müssen warten
    Keine Panik, weil ich gleich wieder da bin
    Ich muss nur einen Moment für mich sein

  • Früher hatte ich mal Risperdal/Xeplion. Mit Alkohol wäre ich deshalb vorsichtig da anscheinend man leichter davon abhängig wird, habe für meine Verhältnisse damals relativ viel getrunken, dazu kommt das man sich schwer betrinken kann also mir war es teilweise nach 5 Bier so als ob ich keine Betrunkenheit hätte, als ich mal mit Freunden unterwegs war.


    Risperdal scheint etwas da abzuschalten, das man den Alkohol kaum spürt, was eher dafür spricht das Risperdal ähnlich schädlich wie der Alkohol wirk und sich das Gehirn anscheinend an einen permanenten Rauschzustand gewöhnt hat.


    Später hatte ich 5mg Abilify, damit war das alles normal, fühlte mich auch so normal damit also weniger Wesensveränderungen, kommte damit auch mal am Wochenende etwas trinken, die berauschende Wirkung war normal und ich hatte damit keinen Suchtdrang wie mit Risperdal wo ich auch teilweise täglich regelmäßig getrunken hab.


    Generell wenn man Abilify hat und nur am Wochenende sich zwischendurch mal leicht betrinkt(in Grenzen) sehe ich da weniger ein Problem, der Kater danach war eher schwach, wirkte normal.


    Bei Risperdal/Xeplion würde ich ganz die Finger davon lassen, die Wirkung des Alkohols ist da zu schwach, da ist die Gefahr da das man sich zusäuft und einen Ernsthaften schaden bekommt, mir hat man das Trinken(auch bei Ausflügen mit Freunden) damals in der Tagesklinik verboten unter Neuroleptika, also sollte man sein lassen.
    Generell rate ich von Xeplion und Seroquel ab, da diese Medikamente schon viele Nebenwirkungen und Probleme machen, mit denen man erstmal klar kommen muss, ist schon eine Art Dauerrausch.


    Heute habe ich Bupropion (kein/ohne Neuroleptikum) da ging Anfang fast gar kein Alkohol da der Kater am nächsten Tag stark ausgefallen ist. Nun nach über 6 Monaten, kann ich schon am Wochenende ganz normal Alkohol trinken, kann sein das der Kater etwas ausgeprägter ist und die Neigung da dann zu Frühwarnsymptomen und Depressionen geht, aber so lässt sich damit Alkohol im Maßen gut trinken, also Feiern machen schon Spaß ohne das man unbedingt Alkohol braucht. Am Anfang wenn man auf Bupropion umstellt, wäre ich da vorsichtig mit Alkohol, selbst kleine Mengen können da schon am nächsten Tag zu einer ausgeprägten Katerstimmung führen.

  • Danke für die Antworten.


    Also sind ja relativ positive Erfahrungen die ihr gemacht habt.
    Ich wollte mich wirklich nicht betrinken, aber mal ein Bier mal zwei Gläser Wein, nicht mehr nicht weniger.
    Ja, Risperidon macht "besoffen" als ich im Krankenhaus das Medikament das erste mal nahm ging es mir die folgenden Tage echt schlecht, Schwindelgefühl, Benommenheit, Sprachprobleme und sogar mein Gedächnis war irgendwie weg, ich konnte Tagelang wenn ich die Augen zu mache mir die Umgebung nicht ins Gedächnis rufen.

  • Zitat

    Ich habe gelesen das Risperidon die Wirkung von Alkohol erhöht. Wenn das das einzige ist, dann trinke ich nur die hälfte


    Eher das Doppelte und Dreifache trinkt man unter Risperidon! Ich hatte es lange genug um meine Erfahrungen damit zu sammeln und bin mir Sicher das das kein Zufall gewesen ist.
    Aus deiner verlinkten Quelle wird das auch deutlich, wobei ich bei solchen Seiten im Netz vorsichtig wäre weil man nie weis wer diese verfasst hat und oft auch unseriöses und halbwahrheiten im Netz zu finden ist.

    Zitat

    Des Weiteren ist es wichtig zu wissen, dass der Abbau des Medikaments Risperdal® für den Körper und hier vor allem für die Leber eine gewisse Belastung darstellt. Kommt es nun dazu, dass der Patient den Körper zusätzlich mit Alkohol strapaziert und hier vor allem die Leber vermehrt arbeiten muss, um den Alkohol abzubauen, kann dies auch zu körperlichen Schäden und Beeinträchtigungen führen.

    Vermutlich wirkt Alkohol und Risperdal ähnlich schädlich und von daher gewöhnt sich der Körper vermutlich an diesen permanenten Rauschzustand, so das der Alkohol kaum Wirkung mehr hat.

  • Hmm....ich möchte ja weniger wegen dem Rausch trinken, viel eher aus Genus :D Also bleibe ich bei max zwei normalen Gläsern Wein :)
    Das Stimmt Maggi, wer weiß wer das verfasst hat! Deshalb frage ich ja auch Euch :D
    vielleicht schlafe ich dann ja mal bis der Wecker klingelt und nicht wie jetzt immer zu das ich ne Stunde eher aufwache und nicht wieder einschlafen kann :(

  • Gut zwei Gläser Wein sind vermutlich weniger das Problem(denke ich), wenn es dabei bleibt. Selbst trinke ich unter der Woche eher selten etwas eben nur wenn ich mit Freunden etwas mache.


    Also Trotzdem kann/sollte man schon auf so einen Artikel achten, reagiert jeder etwas anders, gefährlich ist es auf jeden Fall. Ich würde eh kein Risperdal nehmen weil es ein scheiß Medikament ist und an sich schon gefährlich. Also etwas Alkohol macht das Kraut da wohl kaum mehr Fett.


    Scheint aber trotzdem ein Arzt zu sein der das verfasst hat @Bremer77 also hat das schon mehr Gewicht als das was wir hier schreiben. Trotzdem muss man im Internet aufpassen, da die Pharmaindustrie durchaus überall (Wikipedia und co.) Propaganda betreibt, da kann sicher auch mal ein Arzt mit Dr. Titel Schwachsinn verbreiten, also von daher sollte man allgemein Kritisch an diesen Dingen herangehen gerade wenn einen Dinge ins Auge fallen kann sich ein Vergleich mit anderen Medikamenten etc. lohnen und genauer sich zu informieren.


    Also an sich sollte man keinen Alkohol zum Risperdal trinken, selbst habe ich mich da aber weniger dran gehalten und ich vermute das man beim Risperdal schnell Alkoholiker oder Alkoholabhängig werden kann und von daher womöglich ganz davon abgeraten wird.


    Also alles Verbrecher und wer Risperdal nimmt ist meiner Meinung nach selbst Schuld, da es ja eine belastung für die Leber/Körper wie da Zitiert wird darstellt, das sehe ich auch so.


    Ist Gift schlimmer als der Alkohol das Risperdal, es hat schon seine Gründe warum Alkohol kaum Wirkung zeigt. Wenn man längere Zeit viel Alkohol konsumiert, dann schlägt dieser weniger an, da bei Risperdal der Alkohol kaum anschlägt wird es irgendwelche Schädigungen machen.

  • Wenn es zu mehr als einem gelegentlichen Bier oder Glas Wein bei bestehender NL-Medikation kommt, halte ich das für gefährlich. Nicht nur wegen den Wechselwirkungen mit dem Medikament, die ich hautnah erlebt hatte (Disko-Abend), sondern auch, weil es auf psychisches Suchtverhalten hindeutet, sprich: Substanzmissbrauch zur eingebildeten Bewältigung von sozialen Problemen.