Ärztliche Schweigepflicht

  • Wie weit geht die ärztliche Schweigepflicht?
    Was darf ich den Ärzten und anderem arztpersonal erzählen?


    Was wenn ich denke das Frau/Herr xy mich töten will?
    Wird sowas an die Polizei weitergeleitet?



    Darf ich den Ärzten alles erzählen, oder hat die Schweigepflicht irgendwo ein Ende?

  • Die Ärzte sind quasi dazu verpflichtet alles was du ihnen erzählt bei sich zu behalten


    Meiner Meinung nach verständlich ist allerdings das wenn du zB ernsthaft über Suizid redest oder über svv dann sind sie ebenfalls dazu verpflichtet zu handeln. Und somit versuchen dort eine gemeinsame Lösung zu finden.


    Wenn du jetzt sagst das du glaubst das jemand 3. Dich töten will wäre ich vorsichtig ich kann mir gut vorstellen das sie dir nicht glauben werden und denken du bildest dir das ein (insbesondere falls du an einer Psychose /Schizophrenie leiden solltest)


    Wenn du dir ernsthaft Gedanken darum machst das dir jemand was antun wird melde dies der Polizei und erzähl ihnen warum du das denkst.
    Liebe Grüße :)


    Wenn der Kopf wieder zu voll ist und alles außer Kontrolle
    Die Stimmen in dir nur schweigen, denn ich wein'
    Sogar die Geister, die wir riefen, müssen warten
    Keine Panik, weil ich gleich wieder da bin
    Ich muss nur einen Moment für mich sein

  • Schwer zu sagen, könnte sein das so etwas nach den Germanwings Absturz z.B. gelockert wurde, da es zur Diskussion gestellt wurde ab wann die ärztliche Schweigepflicht aufhört und etwa Arbeitgeber informiert werden sollte.


    Ich schätze das Ärzte wenn Gefahr in Verzug ist da womöglich die Krankenakte offenlegen oder einblick geben können im vertraulichen Rahmen kann ich mir das vorstellen, da mehr oder weniger auch die Psychiatrien abgehört werden und die Patientenakten auch in falsche Hände geraten können, dazu habe ich viel zu wenig vertrauen in diese Institutionen.
    Etwa gab es auch diesen Bericht hier vor kürzeren: Das Millionengeschäft mit Pseudo-Studien - Gesundheit - Süddeutsche.de
    Wenn Ärzte also ohne den Betroffenen fragen zu müssen solche Medikamentestudien durchführen können, kann es ja sein das auch Krankendaten dadurch weitergegeben werden die etwas über das Ziel hinausschießen und etwa wenn das bei Neuroleptika gemacht wird, könnten ja so auch die Pharmafirmen reinhören was die Patienten so über sie denken. Nur mal so als Beispiel. Damit könnten die dann vielleicht ihr Marketing für schlechte Produkte fahren und so tun als ob es ihnen trotz ausreichender Informationslage um diese Studien geht, nebenbei verdienen die Ärzte dadruch mehr Geld und fixieren sich auf die Medikamente wo mehr für sie herausspringt, kann ja etwa sein das die Hersteller dann für Neuroleptika Xeplionspritzen etc. in den Kliniken Freundschaftspreise machen oder quasi kostenlos diese zur Verfügung stellen und anschließend dann die vollen Preise verlangt werden.
    Also Beispielsweise 6 Wochen Klinik (quasi kostenfrei) und Jahrelang im Anschluss dann für vielleicht 500€ im Monat für Produkte die es kaum wert sind überhaupt eingesetzt zu werden.


    Wenn du Angst hast jemand möchte dich töten könnte das für den Ärzt auch bedeuten das du für dich Notwehr in betracht ziehst wenn sich dein Verdacht im psychotischen Sinne erhärtet, könnte ja theoretisch sein das du denjenigen zuvor kommen möchtest. Also da besteht schon die Gefahr das man das andersherum auslegt indem man dir Unglaubwürdigkeit unterstellt und man Medikamentös etwa dann andere Geschützte auffährt um deine Psychose aber auch dein Gehirn für eine Zeit platt zu machen. Das wäre auch denkbar und wenn du dann als halb Behinderter dort herauskommst bist du eh eine Lachnummer für die, da du wenn es denn so wäre dann auch machtlos bist. Im Grunde könnte es auch sein das durch die Neuroleptika du aus dem Visier desjenigen rückst vor dem du dich fürchtest da er das in gewisser Weise mitbekommt und sich in der Position des Stärkeren fühlt.


    Also ich denke das Neuroleptika einem in gewisser Weise machtlos machen, vielleicht auch ein Stück weit uninteressant und so etwas vielleicht auch eine beschützende Funktion haben kann, wenn man glaubt auf der Speisekarte von jemanden zu stehen, also man aus diesem Wahrnehmungsfokus rückt, weil man es auch selbst weniger als Problem sieht die Angst davor verliert also keinen Angriffspunkt liefert. Kann ja etwa sein das jemand rassistisches von dir denkt das du Krank bist und sich vor dir fürchtet weil er kaum versteht was in dir vor geht und selbst so eine Art Paranoia fährt und du das wahrnimmst und dich bedroht fühlst, weil er vielleicht schlimmere Filme schiebt als du.


    Also ich stelle mir das so vor das solch ein Film sich auf beiden Seiten ich sag mal im psychotischen Sinne abzeichnen kann und dann bist du der das in der Psychiatrie sagt, dann mehr oder weniger der "Klügere der nachgibt", also derjenige der die Neuroleptika über sich als das kleinere übel ergehen lässt. Ich kann mir vorstellen das so ein Bedrohungszenario sich hochspielen kann bis man am Ende vielleicht sogar Recht hatte, also das sich so etwas dies Angst immer weiter verstärken kann bis einer komplett durchdreht und das ist vermutlich in den selteneren Fällen der Schizophrene. Also ich glaub diese Krankendaten sollten auch bei den Ärzten bleiben damit daraus keine Horrorstorry gemacht wird die vielleicht eintritt, diese Befürchtung hätte ich ein bisschen wenn man sich gegenseitig durch Gedanken kriminalisiert.
    Wenn Gefahr in Verzug ist und man etwas konkreteres als nur Ängste hat bleibt immer noch die Polizei wo man fragen kann wie man sich verhalten soll und wie ernst das zu nehmen ist. Einfach auch um mit erfahrenen Personen zu sprechen die wissen wie man bei einen konkreten Verdacht als Betroffener damit umgehen kann/sollte.


    Also ich denke das man auch mit den Ärzten über fast alles reden kann, trotzdem sollte man denke ich wachsam sein damit man keine komplette Gehirnwäsche durch Neuroleptika der härteren Sorte bekommt.