Warum können psychisch kranke Menschen nicht spenden?

  • [font='Comic Sans MS, cursive'][font='Times New Roman, Times, serif']Hey :) 
    Ich habe ein Thema das mich zur Zeit sehr beschäftigt ....


    Und zwar ist ein guter Freund von mir an Leukämie erkrankt .... Nun interessiere ich mich natürlich mehr für das Thema ...
    Ich wollte mich registrieren und vielleicht mal einem Menschen helfen .. Habe den Test gemacht ob ich dafür geeignet bin ...
    [/font][/font]
    Leider Grenzen die psychisch erkrankte Menschen aus ... Ich habe der dkms jetzt mal bei Facebook geschrieben warum die Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen ausgrenzen ...


    was haltet ihr von dem Thema ?


    Wenn der Kopf wieder zu voll ist und alles außer Kontrolle
    Die Stimmen in dir nur schweigen, denn ich wein'
    Sogar die Geister, die wir riefen, müssen warten
    Keine Panik, weil ich gleich wieder da bin
    Ich muss nur einen Moment für mich sein

  • hmm,also vielleicht liegt es an den medis? sonst würde mir auch kein grund einfallen...
    [size=12][font='Comic Sans MS,cursive'][size=12]@Gabbergirl kannst ja dann mal posten,was sie dir antworten... :) [/size]danke[/font][/size]

  • Würde mich auch interessieren rein Interesse halber.


    Was ich mir vorstellen kann ist das so eine Knochenmarkspende etwa auch den Betroffenen schadet, habe da am Fernsehen mal eine Sendung gesehen wo auch Gido Westerwelle nach seiner Erkrankung war und darüber gesprochen hat. Da hat es glaube ich geheißen das das ja erstmal alles Anonym bleibt wenn etwa ein Spender in Frage kommt, bei ihm war es glaube ich so, das ein Spender kurz vorher abgesprungen ist, da es ja alles anonym gemacht wird und wenn erst Jahre später wenn beide Seiten einverstanden sind diese sich kontaktieren können, schätze ich das es auch für den Spender Risiken gibt über die man erst später aufgeklärt wird.
    Psychisch Erkrankte nehmen ja oft Medikamente die vielleicht diese Selbstheilungskräfte verzögern oder einschränken, ich kann mir vorstellen das vielleicht da der Grund liegt, aber man potentielle Spender ungerne abschreckt im Vorfeld, damit sich möglichst viele testen lassen. Ist ja auch etwas anderes und erstmal nur eine Speichelprobe.


    Ich selbst würde nur ungerne solche Risiken eingehen und finde es Ok wenn psychisch Erkrankte ausgeschlossen sind. Die Wahrscheinlichkeit das es für deinen Freund passt ist wohl eher gering und vermutlich werben Erkrankte im Freundeskreis auch wenn bereits ein Spender gefunden ist, damit sich für andere die Chancen vergrößern, man iist ja dann sogesehen gespeichert.
    Ehrlich würde ich auch ungerne so eine Entscheidung dann treffen wollen, wenn ich wüsste ich tue mir selbst damit keinen Gefallen und der Betroffene verliert vielleicht sein Leben wenn ich dann im Ernstfall zurücktrete.
    So etwas wenn man da etwa dann angeschrieben wird etc. kann einen ja auch psychisch belasten etwa wenn man sich dagegen entscheidet und ich denke das wir psychisch Erkrankte ja schon so viele Sorgen und Probleme haben. Von daher wäre das auch verständlich.


    Weis nicht irgendwie habe ich ein ungutes Gefühl bei so etwas. Etwa auch Organspende, viele Schizophrene bauen sicherlich tödliche Unfälle wegen den Neuroleptika(hohes Risiko), eigentlich wären wir ja Ideal um als Organspender zu dienen, wenn ich aber sehe das wir quasi getötet werden mit den Neuroleptika und man uns so schon finanziell und gesundheitlich ausbeutet und belügt, möchte ich mich für so etwas ungerne melden. Mal im krassen Sinne von Organspende hätte ich die Befürchtung das man vielleicht gerade weil man sich als Spender meldet einen tödlichen Unfall hat, mal im krassen Sinne, das man dann vielleicht erstrecht fremdgesteuert irgendwo ranknallt, dazu kommen noch die Neuroleptika wo man ja so schon weniger aufmerksam ist.

  • Das mit den Medikamenten klingt plausibel ..


    Hm ja ich hätte das halt gerne gemacht weil das sind auch nur kranke Menschen ... die es wahrscheinlich noch ein wenig schwerer haben als wir
    Um meinen Kumpel ging es gar nicht er hat eine Schwester die als Spenderin in frage kommt..
    Hätte das halt einfach nur gern gemacht ich denke nicht das man dabei stirbt wenn man eine Spende abgeben sollte
    und man kann dadurch halt leben retten ...


    Naja wart ich mal die Antwort ab


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  • Es hängt möglicherweise auch damit zusammen, dass der Prozess eine erhöhte emotionale Belastung ist, sollte man denn mal in Frage kommen. Der Umgang mit der Situation könnte in der Vergangenheit vielleicht übermäßig häufig zu Problemen geführt haben. Sei es, dass sich psychisch kranke Menschen beschwert haben, dass es ihnen danach schlechter ging, sie Verlustgefühle entwickelt haben, naja, einfach der Umgang mit solchen Spendern schwierig sein kann - bis hin zur häufigen Absage beim Anruf. Und sag mir jetzt keiner, er kennt sich und die emotionalen eigenen Stürme nicht gut genug, um einen Funken Wahrheit und Gefahr dahinter zu erkennen.
    Das ist auch nicht direkt diskriminierend, kann man auch als Schutz verstehen. Derb ausgedrückt: An HIV, oder Hepatitis Erkrankte, sollten tunlichst keine Erotikstars werden wollen...
    Naja und bedenkt man, Alkoholiker dürfen auch so einiges nicht oder sollten Situationen vermeiden. Auch Trockene nicht. Die meisten von uns werden auch keine Piloten mehr, berühmte Schauspieler oder Leistungssportler. Manche Lebensumstände behindern einfach Lebensaktivitäten. Ist auch kein Verlust, denn die Welt bietet für jeden genug Möglichkeiten sich zu entfalten und ja, zu helfen.

  • Emotionale Belastung bei der Entnahme von Knochenmark vermindert vielleicht die Qualität des abgezapften Knochenmarks. Immerhin sticht die Nadel direkt in den unteren Rückenabschnitt. Man wird unter Umständen unruhig, was zur Folge hat, dass vermehrt Adrenalin ausgeschüttet wird, was das ZNS auf zellulärer Ebene vielleicht negativ beeinflussen könnte.


    Aber die Auswirkungen dürften hier nach meinem Dafürhalten nicht so groß sein. Auch ist es bedingungslos möglich, etwas Knochenmark zu entfernen. Ob es sein kann, dass das organisch-psychische Veränderungen bei Erkrankten bewirkt, weiß ich nicht. Es kann wohl wirklich mehr an der Einnahme der Medikamente liegen, die die Zusammensetzung des Blutes und des KNS verfremden, sozusagen abnorm werden lassen können.


    Vielleicht kommt es zur einer Minderung der Granulozyten oder Leukozyten. Auch negative Wirkungen auf das ZNS sind hierbei ja möglich. Die sind auch noch nicht mal richtig erforscht. Dagegen kann man aber was tun. Man holt sich eine Analyse des eigenen Blutes beim Psychiater oder beim Hausarzt, sofern einer dieser beiden fachkundigen Personen das eigene Anliegen versteht und entsprechend medizinische Analysemethoden in die Wege leitet.


    Oder man bittet um eine Analyse der Knochenmarksqualität, wobei ich nicht weiß, ob es das gibt und wenn ja, ob es für den Privatmann bezahlbar wäre. Einen anderen Grund für das Unterbinden der Knochenmarkspende kann ich mir nicht vorstellen. Nur einen äußerst ideologischen, der in Richtung Sozialdarwinismus geht. Aber das kann eigentlich nicht möglich sein und ist nur ein ausgesprochen hinterwäldlerisches, kreatives schizo-Gedankenspiel in meinem Kopf.

  • hab eine ausführliche antwort bekommen ... ^^ schicke ich heut abend hier rein (:


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  • Hallo, Ja, auch. Etliche Psychopharmaka können häufig Blutbildveränderungen verursachen. In dieser Hinsicht sind vor allem Neuroleptika problematisch, welche eine Stammzellenspende leider nicht ermöglichen. Andere Faktoren spielen aber auch eine Rolle: Die die Spendensituation stellt eine zusätzliche psychische Belastung dar, die es obendrein zu bewältigen gilt.Es geht hierbei nicht nur um die Frage, ob der Spender zuverlässig zur Entnahme erscheinen kann, sondern mindestens ebenso sehr darum, wie er mit der Situation nach der Spende umgehen kann. Immerhin bekommst Du durch eine Spende in gewisser Weise einen schwerkranken ‚Blutsverwandten‘ dazu, um den sich viele Spender dann durchaus ernsthafte Sorgen machen.Dies gilt übrigens in erster Linie für Fremdspenden/ Aufnahme in eine Spenderdatei. Im Falle einer Familienspende (im Gegensatz zur anonymen Fremdspende) gelten andere Kriterien. In dem Fall entscheidet der Arzt des Patienten gemeinsam mit Ihnen und dem Patienten, ob eine Spende unter Abwägung der Risiken durchgeführt werden kann. Eine Typisierung würde in dem Falle vom behandelnden Arzt bzw. Krankenhaus durchgeführt werden.Leider ist eine Fremdspende / Aufnahme in unsere Spenderdatei in dem Fall nicht möglich.Im Falle einer Familienspende (im Gegensatz zur anonymen Fremdspende) gelten allerdings andere Kriterien. In dem Fall entscheidet der Arzt des Patienten gemeinsam mit Dir und dem Patienten, ob eine Spende unter Abwägung der Risiken durchgeführt werden kann. Eine Typisierung würde in dem Falle vom behandelnden Arzt bzw. Krankenhaus durchgeführt werden.Ich hoffe, ich konnte Deine Frage ausreichend beantworten!Liebe GrüßeHelena HagenDKMS Team Marketing



    - die antwort


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