Studien zu Stimmungsstabilisatoren und Einschätzung

  • Habe einen guten Artikel gefunden der vermutlich ungefähr Stand der Dinge ist:
    http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=32574




    Erstmal ist hier klarzustellen das es sich um "Bipolare Störungen" handelt also um eine eigenständige Krankheit die man meines erachtens keineswegs mit einer Psychose oder Affektiven Psychose gleichsetzen kann. Also hier Generell Valporat als Mittel gegen Stimmungsschwankungen, die es im Grunde fast bei jeder Psychose geben kann zu sehen finde ich vermessen und falsch.


    Hier um den Sinn des Oberen Zitates zu erläutern:


    Zitat

    Inzwischen belegen klinische Studien, dass mehrere Antiepileptika und atypische Neuroleptika ähnlich gut zu wirken scheinen wie Lithium. Entsprechend viele dieser Substanzen nennt die CANMAT-Leitlinie als Mittel der ersten Wahl zur Akutbehandlung und Prophylaxe bipolarer Störungen (siehe Kasten). Zur Therapie der akuten bipolaren Depression empfiehlt sie unter anderem die Kombination neuerer Antidepressiva (selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) oder Bupropion) mit Stimmungsstabilisatoren, da Letztere allein oft nicht ausreichend wirken. Dagegen warnt die Leitlinie ausdrücklich vor der Monotherapie mit Antidepressiva. Denn diese (insbesondere die Vertreter der Trizyklika) scheinen klinischen Studien zufolge einen Übertritt in die Manie zu begünstigen.


    Grundsätzlich erfolgt die Auswahl der Medikamente in der Akutbehandlung gemäß der individuellen Besonderheiten und Symptome. So finden meist Neuroleptika Verwendung, wenn der Patient zusätzlich an Wahnvorstellungen leidet. Schwere Verläufe machen in der Regel Kombinationstherapien erforderlich. Zeigt das ausgewählte Therapieregime nach einigen Tagen keinen ausreichenden Erfolg, empfiehlt die Leitlinie eine Umstellung oder die Zugabe weiterer Medikamente. Auch nach dem Abklingen der Symptome müssen die Patienten die Arzneimittel noch einige Monate weiter einnehmen, um einem Rückfall vorzubeugen. Dann folgt mitunter eine langfristige Phasenprophylaxe. Bei der Entscheidung sind mehrere Faktoren, wie etwa die Häufigkeit und Schwere der vergangenen Phasen, zu berücksichtigen.
    Zur Phasenprophylaxe eignen sich laut CANMAT-Leitlinie vor allem Monotherapien mit Lithium, Olanzapin und neuerdings einigen weiteren atypischen Neuroleptika sowie mit den Antiepileptika Valproat und Lamotrigin. Letzteres soll nur zur Vorbeugung leichter Manien zum Einsatz kommen, unterdrückt aber depressive Symptome besonders wirksam. Patienten, die zum Rapid-Cycling neigen, profitieren vor allem von Valproat oder Lithium. Letzterem bescheinigen mehrere klinische Studien zudem einen ausgeprägten Nutzen bei der Vorbeugung von Selbstmorden.


    Habe mal die für mich relevant erscheinenden Stellen etwas markiert.


    Litium gilt bei Manie durchaus als Mittel erster Wahl, wenn man sich anschaut das 1/3 der Bipolaren einen Selbstmordversuch unternehmen, erscheint mir die Vorbeugung von Selbstmorden relevant zu sein.


    Oben sind Antidepressiva erwähnt wobei die Leitlinie von der Monotherapie von Antidepressiva warnt. Man sollte dabei bedenken das alle Antidepressiva dort in einen Topf geworfen werden, also man dabei weniger die Vor- und Nachteile einzelner Antidepressiva offenlegt lediglich schreibt man das Trizyklische Antidepressiva ein besonnderes Risiko haben Manie zu begünstigen was die älteren Antidepressiva sind. An sich finde ich bei Psychosen Tri- und Tetrazyklische Medikamente auch als ungeeignet, da diese die REM-Tiefschlaffasen unterdrücken, also diese Medikamente scheiden finde ich bei Psychosen aus.


    Bleiben wie oben erwähnt noch SSRIs und Bupropion (NDRI/SDNRI) und eine ich sage mal Mischung der Beiden die SNRI die oben keine Erwähung finden.


    SSRIs sind zwar relativ Modern, aber ich halte diese für ungeeignet bei Manie oder Stimmungsschwankungen, meine Erfahrungen damit sind eher so das diese die Psychose begünstigen und damit auch Wutausbrüche und anderes, das diese die Kriminalitätsrate steigern ist nachgewiesen, also bei diesen Medikamenten besteht ein höheres Risiko für Gewalt, von daher finde ich diese bei Psychosen ungeeignet und sehe auch keinen Vorteil bei Bipolaren Störungen.


    Bleiben also noch das Bupropion (SDNRI) also ein Medikament das eher wach macht und Dopamin und Noradrenalin erhöht also gänzlich anders wirkt als SSRIs die dagegen das Seretonin steigern.
    Meiner Meinung haben da die Steigerung auch wenn man es kaum glauben will des Dopamins und Noradrenalis in der Kombination eine Positive Wirkung auf Psychosen also entgegen der Dopaminhypothese schützt das Bupropion vor Negativ- und Positivsymptomatik also ist in der Lage Neuroleptika zu ersetzen. Vermutlich bewirkt die Steigerung des Noradenalins dabei, das die Stimmungsschwankungen ausgeglichen werden und die Steigerung des Dopamins womöglich einen gewissen psychotischen Schutz gibt ganz im Gegensatz zu den Neuroleptika die das mit einer Senkung des Dopamins erreichen, die Steigerung des Dopamins hilft dabei auch von Suchtproblematiken wie dem Rauchen wegzukommen und wenn man es so will kann auch ein Wahn eine Art Sucht sein, somit schützt das Elontril an sich da es keine Negativsymptomatik wie Neuroleptika aufweist sehr gut vor Psychotischer Problematik und man tut den Betroffenen damit auch etwas gutes da diese die Möglichkeit bekommt von der Nikotinsucht wegzukommen, welche Neuroleptika eher begünstigen. Die fehlende Negativsymptomatik des Elontrils ermöglichen es zudem trotz Psychose einfacher in ein normales Leben zu finden, da eben die Probleme die Neuroleptika mit sich bringen entfallen.


    Zusammengefasst also ist Elontril (Bupropion) gut bei Stimmungsschwankungen und Psychose und Süchten, es hilft dann natürlich auch gegen postpsychotische Depressionen die oft beim absetzen der Neuroleptika entstehen, also an sich ein ideales Medikament bei Psychosen wenn man es verträgt, aufpassen muss man vermutlich gerade auch in kombination mit Neuroleptika mit der eher wachmachenden Wirkung, also den Schlafstörungen die auftreten können, was vermutlich unter Hoher Nl Dosis eher der Fall ist und vermutlich muss man auch bei den Wechselwirkungen des Bupropions mit den Nl aufpassen obwohl es an sich relativ gut kombiniert werden kann z.B. mit anderen Antidepressiva bis auf Citalopram oder vermutlich auch anderen SSRIs so wie ich das gelesen habe. An sich denke ich wäre die Monotherapie mit Bupropion bei Psychosen ideal wenn es die Krankheit zulässt oder eine entsprechende Kombination mit einer minimal nötigen Dosis von Neuroleptika z.B. Abilify.


    Dann bleiben noch SNRIs also Antidepressiva wie z.B. Duloxetion die Noradrenalin und Seretonin steigern also wie Kombinationspräperate sind, aber auch mehr Nebenwirkungen haben. Meiner Erfahrung nach wirkt auch hier die Noradrenalinsteigerung sich Positiv bei Stimmungsschwankungen aus also gerade im Psychotischen Sinne wenn man etwa zu Aggressionen neigt ist meiner Meinung eine Steigerung des Noradrenalins erforderlich. In kombination mit der Seretoninsteigerung machte mich dieses Medikament eher müde also wirkte sendierend was an sich kein Vorteil ist und das Duloxetion hatte bei mir relativ viele Nebenwirkungen so das die Einnahme auf Dauer nicht klappte also eher Problematisch war.


    Vorteil dieser Antidepressiva die das Noradrenalin steigern ist meiner Meinung nach, das diese an die Probleme dieser Stimmungsschwankunng heranrückt also an die Wurzel somit war bei mir auch nach der monatelangen Einnahme des Duloxetions diese Stimmungsschwankungen weg also auch die Neigung zu eher Aggressiven Verhalten oder abgeschwächt ausgedrückt Hineinstressen so das man neben sich steht. Von daher denke ich das Medikamente die das Noradrenalin steigern bei Psychosen und vor allem auch affektiven Störungen helfen und Mittel wie Elontril praktisch Neuroleptika ganz ersetzen können.
    Ob bei Bipolaren Störungen es sich ähnlich verhält ist so eine Sache da vermutlich dei Stimmungsschwankungen gerade was Gefühle wie Manisches Hoch und Depressives Tief viel ausgeprägter da sind und weniger der Affektiver anteil wie bei Psychosen der mehr von Wut oder Aggressionen gekennzeichnet ist im Mittelpunkt steht.
    Also sehe ich diese Antidepressiva bei Psychosen für Ideal an bei Bipolaren Störungen kann ich mir vorstellen das man im Akutfall eher zu Phasenprofilaxe wie Litium oder Valporat zusätzlich greifen muss, aber womöglich ebenso diese Antidepressiva einen Verzicht dieser Mittel ermöglichen also spätere Monotherapie mit einem Noraderenalinsteigernden Antidepressiva ausreichend Schutz gibt und eben auch als angenehmer Empfunden wird, da wenn man den Link folgt im Atikel erwähnt wird das Patienten oft die Phasenprophylaxe verweigern, vermutlich weil Antiepeleptika wie Valproat ähnliche Nebenwirkungen und Probleme wie Neuroleptika auf kurz oder lang bereiten können.
    Vermutlich wäre es also wenn es die Erkrankung zulässt auch bei einer Bipolaren Störung ideal wenn ein Antidepressivum ausreicht also dahingehend den nötigen Schutz gibt und da kommen meiner Meinung vor allem SNRIs und SDNRIs wie Elontril in Frage also bieten einen gewissen Schutz.


    Die Forschung sollte finde ich dahingehend besser die Unterschiede zwischen SSRIs SNRIs und SDNRIs beleuchten, so das SSRIs die vermutlich eher schädlich sind bei Psychosen und oder Biporalren Störungen eine Kontraindizierung bekommen neben Tri- und Tetrazyklischen die eben auch eher weniger geeignet sind auch weil diese die REM Schlaffasen unterdrücken. Das würde dann die Auswahl im positiven Sinne Einschränken und auch eine Monotherapie mit Neuroleptika eine Chance einräumen, die im Grunde weitaus mehr Lebensquallität verspricht als Neuroleptika oder Epelepsiemittel welche zudem auch den Tod beschleunigen können oder Negativsymptome machen.


    Hier noch ein Zitat vom Ende des verlinkten Artikels:

    Zitat

    Die Phasenprophylaxe läuft monate-, jahre-, möglicherweise lebenslang. Deshalb verweigern viele Patienten sie von vornherein, nehmen ihre Medikamente nur unzuverlässig ein oder setzen sie eigenmächtig ab. Das macht abermals viel Motivationsarbeit und Wachsamkeit der Ärzte und Angehörigen erforderlich. Doch dieses Engagement lohnt sich. Denn die Rückfallwahrscheinlichkeit nach der ersten Manie liegt laut Hättenschwiler und Kollegen unbehandelt bei 90 Prozent, mit Phasenprophylaxe dagegen zwischen 20 bis 50 Prozent. Also bieten die Medikamente zwar keine absolute Sicherheit, aber immerhin eine realistische Chance für ein weitgehend normales Leben. /


    Also da diese Phasenprophylaxe Medikamente wie Litium oder Valporat eher abgelehnt werden und auch keine 100 Prozentige Sicherheit versprechen, wäre dahingehend eine Therapie mit speziellen Antidepressiva die normal kaum abgelehnt werden erfolgsversprechender.
    Auch hört sich das Lamotrigin interessant an vielleicht hat das ja etwas weniger Nebenwirkungen oder wird eher angenommen.

    Zitat

    Lamotrigin. Letzteres soll nur zur Vorbeugung leichter Manien zum Einsatz kommen, unterdrückt aber depressive Symptome besonders wirksam.


    Hier ein Aufschlussreicher Artikel der zwischen Klasse A und Klasse B Stimmungsstabliisatoren unterscheidet:
    http://www.med1.de/Forum/Psychologie/217543/
    Klasse-B-Prototyp


    Zitat

    "Lamotrigin stellt den Prototyp der neuen Klasse-B-Stimmungsstabilisatoren dar", sagte Prof. Calabrese. Lamotrigin bewirkte in Studien kein vermehrtes Umschlagen von der Depression in einen manischen, hypomanischen oder gemischten Zustand. Übereinstimmend verlängerte Lamotrigin in zwei Rezidivprophylaxestudien eindrücklich die Zeit bis zum Auftreten erneuter Depressionen, während Lithium neue manische Phasen zeitlich hinausschob. An der ersten dieser zwei Prophylaxestudien nahmen Patienten teil, die kürzlich eine manische Phase durchmachten, an der zweiten Studie beteiligten sich Patienten mit kürzlich durchgemachter Depression. In der Metaanalyse beider Studien konnte nachgewiesen werden, dass Lamotrigin im Vergleich zu Plazebo auch eine gewisse Wirkung als Manieprophylaxe entfaltet.


    Neue Stimmungsstabilisatoren wie Lamotrigin machen die herkömmlichen Medikamente nicht überflüssig. Die Unterscheidung von Klasse-A- und Klasse-B-Stimmungsstabilisatoren macht klar, dass nur durch kombinierte Behandlung mit Medikamenten, die komplementäre Wirkungen entfalten, eine Breitspektrumwirkung erzielt werden kann. Um Manien und Depressionen gleichzeitig mit gutem Erfolg zu verhindern, bietet sich die Kombination von Lamotrigin und Lithium an.


    Was auch sehr interessant ist und meinen Verdacht oder Erfahrungen mit SSRIs bestätigt/untermauert ist das hier:


    Zitat

    Zwei plazebokontrollierte Erhaltungstherapiestudien haben ergeben, dass sowohl trizyklische Antidepressiva als auch SSRIs den Verlauf der manisch-depressiven Störung destabilisieren und Rückfälle in die Manie auslösen können.