Niedrigdosierung: Wie sind euer Erfahrungen?

  • Hallo,
    Weniger ist Mehr bei Neuroleptika.
    Wie sind eure Erfahrungen damit, habt ihr selbstständig reduziert oder wurde es von den Ärzten begleitet. Oft denke ich das zu viel Neuroleptika auch von den verträglichsten Mitteln durchaus einschränken im Denken zum Beispiel. Selbst nehme ich gerade mal 5mg habe aber dennoch leichte Negativsymptome und Antriebsschwäche, schwer zu sagen ob die Konzentration leicht beeinträchtigt ist, denke aber das kann auch da der Fall sein.
    Zeitweise habe ich über Jahre gerade mal 1/10 dieser Dosis genommen und bin so halbwegs aber nahe an der akuten Psychose gewesen, also in Form von Bedarfsmedikation, immer wenn Plus Symptome gekommen sind habe ich die Tabletten über ein paar Tage eingenommen.
    Selbst denke ich wenn man länger Stabil ist kann man versuchen zumindest etwas runterzugehen, werde es von daher auch mal mit 2,5mg wieder Probieren oder einfach ein paar Tage ohne und dann wieder die Medikamente nehmen um zu sehen ob das auch einen positiven Effekt macht.
    Wie steht ihr zu der Reduzierung Allgemein und wie sind eure Erfahrungen damit?

  • hey ho :)


    ich nehm ja zeldox und hab auch etwas runterdosieren können...von 120 morgens und 80 abends auf jeweils 80 morgens und abends...
    hatte jetzt eigentlich keine krassen nebenwirkungen unter der höheren dosierung,aber ich dachte einfach weniger ist meistens besser...
    denke einfach soviel wie nötig,aber so wenig wie möglich...

  • Hallo,ich nehme seit Jahren 5mg Olanzapin,habe des öfteren versucht noch weiter runterzugehen,auf 2,5mg,aber dann sind die Gedanken wieder an der Paranoia.Verfolgungswahn und denken di Leute haben was gegen mich vor.Außerdem wird dann meine Herzproblematik wieder stärker.
    Ich glaube für mich sind 5mg Olanzapin nicht zu viel und nicht zu wenig.

  • Denke ich probiers jetzt mal mit weniger, läuft seit einiger Zeit recht gut auch mit, nur eben fühle ich mich leicht eingeschränkt noch und denke mit einer kleineren Dosis oder vielleicht wenns gut geht ohne, läuft es besser. Mal schauen, ansonsten gehts ja auch mit gut.



    Zitat

    Ich will viel Stoff

    Du nimmst doch auch die für dich richtig dosierte dosis also die vom Arzt ein, warum möchtest du denn mehr haben? Normal glaube ich schlägt dir kaum oder kein Arzt diesen Wunsch aus, normal ist das verlangen von Betroffenen eher weniger.

  • IM Moment nehme ich 8 mg Benperidol, 2 mg Risperidon und 4 mg Biperiden und bin eigentlich fit und stabil- habe aber Wahnsysteme die immer wieder kommen . Mein Arzt will das ich nur 6 mg Benperidol nehme- wird im November endgültig entschieden ob ich mit 8mg durchkomme bei ihr langfristig

  • Ich nehm 100 mg Amisulprid und 150mg Elontril. Ich glaub das sind Niedrigdosierungen und meines Erachtens gehen die miesten Psychiater inzwischen dabei mit, so wenig wie mögich zu nehmen. ISt ja auch immer eine Compliance-Frage wegen der Nebenwirkugen, die sich bei hohen Dosen potenzieren.

  • in guten zeiten nehme ich 7.5mg aripiprazol, zur zeit sind es 12.5mg... die welt ist arg bunt und laut und ich habe wieder fremder leute gedanken im kopf (gehabt). runterdosieren ist erfahrungsgemaess nach ein paar wochen kein problem und mein doc laesst mir diesbezueglich ziemlich freie hand :)

  • bin jetzt seit fast einer Woche ohne Abilify und es geht, bis das ich momentan noch mehr Antrieb gerade für meine Interessen habe, die Konzentration finde ich besser ist und leichte Absetzsymptome wie Hellhörigkeit da waren. Möchte in Zukunft mit wenige als die 5mg auskommen um etwas besser aus den Tritt zu kommen, das mit der Antriebssteigerung bei höherer Dosierung glaube ich eher nicht.


    Also momentan nehme ich nur noch Elontil und schaue mal ob es jetzt vielleicht noch ein paar Tage oder Wochen ohne Abilify geht und ob da ein großer unterschied spürbar ist.

  • Was mir noch eingefallen ist: ich war nach meiner ersten psychose bei einem Psychologen der mir geraten hat weg von den Medikamenten! Ich hatte damals null erfahrung mit psychologe/psychiater/therapeut, war neuland für mich und hab dem psychologen vertraut.


    Nach 3 Jahren ohne Medikamente hatte ich dann einen Rückfall und war stinksauer auf den Psychologen, weil er mich nicht gut informiert hat! Seitdem war ich bei 2 psychiatern und zig therapeuten. Hab zum glück nach langem suchen eine sehr gute psychiaterin gefunden die mit mir gleichzeitig psychotherapie macht.