Medikamente-Kombination bei Psychose / Auch zur Dosisreduktion

Stand 27.01.2021
Medikamente-Kombination bei Psychose / Auch zur Dosisreduktion
Empfehlung!

hilft bei Positiv und Negativsymptomen mit verminderten Nebenwirkungen.



Dosierung und Wirkstoffe

Bupropion ca. 300-450mg (morgens)
Bei starken Schlafstörungen kann man kurzeitig auf 150mg runter aber 300mg ist an sich besser wirksam

Wirkt gegen Negativsymptome und verbessert die Heilung der Positivsymptome, führt eher zu Wachheit und steigert die Konzentration. Hat Ähnlichkeiten zu ADHS Medikamenten ist aber ein Antidepressivum und Nikotinentwöhnungsmittel was unter anderem auch in Diätpräperaten zum Einsatz kommt.


Citalopram ca. 20-40 mg (morgens)
gegen die Nebenwirkungen des Bupropions, Verstopfung und Miktionsstörungen lassen damit vemeiden
Wirkt gegen die Nebenwirkungen des Bupropions. Dämpft etwas die Libido, fördert den Schlaf, hilft gegen Verstopfung oder Blasenschwäche was Nebenwirkungen von Bupropion(atypisches Antidepressivum) sein können, welche bei anderen ADs nur selten auftreten.


Aripiprazol ca. 5-10mg (Bedarf oder 5mg täglich - morgens)
Bedarf 5-10mg => zu Beginn der Umstellung bis alle ADs eingeschlichen sind täglich möglichst nur 5mg.
Hilft gegen akute Positivsymptome. Bei längeren Absetzen, Bedarfsintervallen können Schlafstörungen auftreten, da wirkt Aripiprazol auch schlaffördernd.

wirkt gegen akute Positivsymptome, fördert den Schlaf, wirkt zusätzlich antidepressiv wo die Antidepressiva versagen können.

Bedarf wäre etwa 10 Tage im Monat statt täglich was ganz unterschiedlich sein kann oder wo man im Zweifel die tägliche Einnahme vorziehen sollte. Kann zu Negativsymptomen beitragen aber auch dagegen helfen, von daher wird hier auf längere Sicht eher Bedarf dieses Medikaments empfohlen. Die Antidepressiva auch bei Bedarfseinnahme es Aripiprazols täglich eingenommen.

Trimipramin Tropfen 10mg in Tropfenform
(Abends als Zusatzoption)
hilft bei Einschlafstörungen
Trimipramin ist sehr nützlich abends eingenommen bezüglich seiner schlaffördernden Wirkung. Grade wenn man längere Zeit das Aripiprazol weglässt dann ist Trimipramin notwendig um Schlafstörungen zu vermeiden.




Übersicht /Ergänzung:

Täglich

Drei Antidepressiva:

Bupropion (Elontril) (Nikotinentwöhnungsmittel und Antidepressivum)

+ Citalopram (Strandardantidepressivum)


Antidepressiva brauchen in der Regel 2 Wochen bis sie wirken in der Zeit können diese auch Gegenteilige Wirkung haben und sollten langsam abgesetzt werden, da das Gehirn sich erst umstellen muss und häufig es zu kurzzeitigen stärkeren Depressionen dabei kommt. Werden bei Depressionen in der Regel 2 Jahre länger als die Symptome anhalten eingenommen. Bei Psychose ist fürs erste eine Dauerhafte Einnahme das Ziel.


Ein Neuroleptikum / Antipsychotikum:

Aripiprazol (Abilify) (Neuroleptikum)


Neuroleptika wirken gegen Psychose und dieses hilft im Speziellen auch bei schweren Depressionen. Es können Negativsymptome wie Antriebsschwäche / Motivationslosigkeit auftreten die sich durch die oben beschriebenen Antidepressiva und mit der Zeit reduzieren lassen, gleichzeitig kann es auch bei Negativsymptomen helfen. Kleine Dosierung des Neuroleptikums werden höheren Dosierungen vorgezogen, da bei dieser Therapie vor allem die Antidepressiva ergänzend wirken sollen und diese dann auch besser ihre Wirkung entfalten können.

Trimipramin-Tropfen zum besseren Schlafen


genügend Wasser trinken

Vitamine D und Selen (häufig besteht ein Mangel davon)

Weiterführende Informationen zur Vitaminergänzung: Vitaminmangel oder Mineralmangel bei Schizophrenie? (Foren-Link)

Gewichtsreduktion: Abnehmen mit Naltrexon



Vorsicht beim Autofahren und bedienen von Maschinen gerade in der Zeit wo man Aripiprazol einimmt kann die Konzetration nachlassen, also nur soviel wie nötig und bei der Bedarfseinnahme dann entsprechend Vorsichtiger sein.
Die Antidepressiva wie etwa das Bupropion dagegen verbessert die Konzentration und Wachheit was sich positiv auch aufs Autofahren auswirkt.


Studie zu Bupropion


weiterführende Informationen:

Schizophrene Psychosen: Phänomenologie - Ätiologie - Neurobiologie (Teil 1)

Schizophrene Psychosen: Phänomenologie - Ätiologie - Neurobiologie (Teil 2)



Anmerkung:

Diese Empfehlung beruht auf persönlichen Erfahrungen die auf wissenschaftlicher Art durchgeführt worden sind. Jeder reagiert etwas anders auf die Medikamente, die Empfehlung soll dahingehend gewisse Richtwerte aufzeigen an die man sich von der Dosis und Medikamenten orientieren kann.
Natürlich bekommt man diese verschreibungspflichtigen Medikamente nur über den Arzt/Psychiater seines Vertrauens, es ist von daher nützlich eine Kopie von diesen Artikel zu machen damit der Arzt sich ein umfängliches Bild darüber machen kann auf was er bei dieser Kombi achten sollte.

Das Ziel ist es die Therapieoptionen die für Schizophrenie eher ausbaufähig sind zu erweitern.
Bupropion darf auch gemäß den aktuellen Leitlinien der DDGPN etwa bei Psychosen mit Nikotinsucht eingesetzt werden was laut Studien bei 80% der Erkrankten zutrifft. Da das Medikament auch so sehr nützlich bei der Negativsymptomatik ist und auch Positivsymptome bei einer begleitenden Therapie mit Antipsychotika(auch minimal Bedarf) verbessern kann, wäre der Zugang der Erkrankten zu diesen Medikament grundsätzlich wichtig.

Bupropion kann Nebenwirkungen wie Verstopfung und Miktionsstörungen(schwache Blase) etwa machen, von daher empfiehlt sich zusätzlich Citalopram(Standard SSRI Antidepressivu) zum Bupropion einzunehmen was diese Nebenwirkungen laut Erfahrungen komplett reduzieren kann. Auch so dämpft das Citalpram die Emotionalität etwas die bei geringen Neuroleptikadosierungen(Aripiprazol) verstärkt auftreten kann.
Bupropion reduziert auch die innere Unruhe, steigert Wachheit und Konzentrationsfähigkeit was auch beim Autofahren sehr von Bedeutung ist.

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